Kinder

Sie finden bei uns Bücher aller Art für Kinder jeden Alters. Obendrein erwartet Sie eine bunte Auswahl an kleinen Geschenkideen von A wie Ausmalbuch bis Z wie Zappelblume.

 

Karen M. McManus: One of us is lying, cbt, 18€

Das Buch „One of us is lying“ von Karen M. McManus erzählt die Geschichte von vier Jugendlichen, die unter Mordverdacht an einem anderen Mitschüler stehen.

Eines Tages werden Bronwyn, Addy, Nate, Cooper und Simon zum Nachsitzen gerufen. Alle aus dem gleichen Grund: in ihren Schultaschen wurden verbotenerweise Handys gefunden. Die Schüler beteuern zwar, es wären nicht ihre gewesen, fügen sich aber ihrer Strafe. Kurze Zeit später, nachdem Simon etwas getrunken hat, erleidet er einen Allergieschock. Die vier anderen Jugendlichen bemühen sich schnell Hilfe zu holen. Doch die lebensrettenden Epi-Pens (Allergiegegenmittel) sind unauffindbar. Simon verstirbt noch am gleichen Tag im Krankenhaus.

Nun ermittelt die Polizei wegen Mordes gegen die vier Jugendlichen, von denen einer Erdnussöl in das Getränk seines Mitschülers gemischt haben soll.

Simon hatte eine App entwickelt, auf der Schüler bloßgestellt und zum Gespött der Schule gemacht wurden. Da die vier Hauptfiguren die Nächsten gewesen wären, von denen ein Geheimnis gepostet werden sollte, hätte jeder ein Mordmotiv gehabt. Die „Bayview-four“, wie sie nun von der Presse genannt werden, fangen an selbst zu ermitteln, um ihre Unschuld zu beweisen. Dabei freunden sich die ungleichen Jugendlichen immer mehr an.

Die Geschichte wird aus den verschiedenen Perspektiven der „Bayview-four“ erzählt und bleibt dadurch die ganze Zeit spannend. Bis zum Ende fragt man sich, wer der Mörder ist und ob die Annschuldigungen gegen eine der Hauptfiguren stimmen könnten.

Ich würde das Buch jedem Jugendlichen empfehlen, denn das Buch ist nicht nur ein Krimi, sondern beschreibt sehr gut die typischen und auch untypischen Probleme von Teenagern.

Die Charakterentwicklung der Hauptfiguren ist extrem spannend, was das Buch noch lesenswerter macht. Viel Freude beim Lesen eines spannenden, witzigen und dramatischen Krimis!

Amelie Köhler

 

Die besten 7 Bücher für junge Leser – Die Deutschlandfunk-Bestsellerliste

Einmal im Monat veröffentlicht der Deutschlandfunk eine Liste der sieben besten Bücher für junge Leser, ausgewählt von einer hochrangig besetzten Jury.

Die sieben Bücher des Monats Juni sind:

1. „Im Gefängnis – Ein Kinderbuch über das Leben hinter Gittern“ von Thomas Engelhardt, Monika Osberghaus und Susann Hesselbarth (Illustration), Klett Kinderbuch, 92 Seiten, 14€, ab 8 Jahren

Wie ist das Leben im Gefängnis? Wie sieht es da aus? Wer arbeitet dort? Eine Mischung aus Sachbuch und Erzählung, Erklärtext und fiktiven Briefwechseln zwischen einem Mädchen und seinem Vater, der für drei Jahre „hinter Gitter“ muss. Eine Einführung in eine Welt, die man aus eigenem Erleben nicht kennt. Mit guten informativen Illustrationen. 

 

2. „Lars, mein Freund“ von Iben Akerli, aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger, dtv/Reihe Hanser, 252 Seiten, 12.95€, ab 10 Jahren

In der Schule werden die Patenkinder zugeordnet, und Amanda soll sich um einen neuen Mitschüler mit Down-Syndrom kümmern. Warum ausgerechnet sie? Aber nach und nach merkt sie, dass man mit Lars eine Menge Spaß haben kann. Die anderen aber machen sich über sie und Lars lustig. Wie schwer es ist, Vorurteile abzubauen und sich den Mobbingaktionen der anderen zu entziehen, weil man dazu gehören möchte, davon erzählt diese Freundschafts-Geschichte, die ein Statement gegen Feigheit und Oberflächlichkeit ist. 

 

3. „Stechmückensommer“ von Jutta Wilke, Knesebeck Verlag, 208 Seiten, 15€, ab 12 Jahren

„Eine Made ist weiß. Langweilig. Und dick. Und sie nennen mich Made.“ Madeleine, 14 Jahre, muss den Sommer in einem Feriencamp in Schweden verbringen. Öde! Bei einem Ausflug in ein Bergwerk, setzt sie sich von den anderen ab, will sich kurz im VW-Bus ausruhen, als sie plötzlich merkt, dass sich der Bus in Bewegung gesetzt hat. Und dann überschlagen sich die Ereignisse. Aus einer versehentlichen Entführung durch einen Punk wird eine Fahrt zu dritt, die damit endet, dass sie nun „Lore“ heißt. Manchmal kommen die Dinge anders, als man befürchtet. 

 

4. „Endzeit“ von Olivia Vieweg, Carlsen Comic Verlag, 288 Seiten, 22€, ab 13 Jahren

Weimar, umgeben von einem Schutzzaun. Zum ersten Mal wird Vivian, die in einem Heim für psychisch Kranke lebt, eingeteilt, den Zaun zu reparieren. Dort trifft sie auf Eva und erlebt, wie ein Zombie versucht, in die Stadt einzudringen. Ein anderes Mädchen, von einem Zombie verletzt und infiziert, muss sterben. Eva hält ihre Verletzung geheim und will nach Jena, wo man ein Medikament entwickelt haben soll. Auf dem Weg begegnen sich Eva und Vivian ein zweites Mal und werden Freunde. Eine dystopische Zombie-Graphic Novel vom Feinsten, die zeigt, wie die Vergangenheit das Jetzt bestimmt, aber auch dass Achtsamkeit und Menschlichkeit gute Voraussetzungen für das Überleben sind. 

 

5. „Wie Tortot sein Fischherz verlor“ von Benny Lindelauf und Ludwig Volbeda (Illustration),
aus dem Niederländischen von Bettina Bach, Verlagshaus Jacoby & Stuart, 236 Seiten, 24€, ab 13 Jahren

Ein Feldkoch, der von sich selber sagt, er habe ein „eiskaltes und berechnendes Herz“. Ein Junge ohne Unterleib, der in einer Tonne steckt, auf der Suche nach seinen Brüdern. Die beiden begegnen sich auf dem Schlachtfeld des ‚Großen Krieges‘ und werden Freunde fürs Leben. Ein außergewöhnliches Buch mit Anekdoten und Erinnerungen, jeder Menge Nebenfiguren, über Söhne und Mütter und den Wahnsinn des Krieges. Ein berührender Schelmenroman ausgestattet mit feinsten filigranen Schwarz-Weiß-Zeichnungen.

 

6. „Nicht weg und nicht da“ von Anne Freytag, Heyne fliegt, 480 Seiten, 16€, ab 14 Jahren

Luise muss den Tod ihres Bruders verarbeiten, das macht sie auf ihre Weise: Sie zieht eine Mauer zwischen sich und die anderen. Auch als Jacob auftaucht, ändert sich das nicht. Plötzlich jedoch, an ihrem 16. Geburtstag, erhält Luise eine Mail von ihrem toten Bruder. Und das wird nicht die letzte sein. Ein spannender und berührender Roman über Trauer und Verlust und über die Erkenntnis, dass es Wege gibt, das Leben zu meistern.

 

7. „Schlaraffenbauch – Gedichte“ von Michael Hammerschmid und Rotraut Susanne Berner (Illustration),
Edition Büchergilde, Die Tollen Hefte Bd. 49, 32 Seiten, 18€, für alle

„gib mir einen auftrag – und ich dichte ihn dir – schlaraffenbauch“ – so beginnt das titelgebende Gedicht, in dem es um schönste Vorstellungen, Bilder und Wortschöpfungen geht. Andere Gedichte erzählen vom Wünschen und Denken, vom Kranksein und Warten, vom Ewig-Gleichen und von Monstern. Frei assoziiert, ungereimt, ohne Interpunktion fließen die Worte und formieren sich zum Gedicht. Ebenso frei assoziiert Rotraut Susanne Berner in ihren Buntstiftillustrationen, in denen Größenverhältnisse sich umkehren und Menschen auch mal auf dem Kopf stehen.

 

  Quelle: Deutschlandfunk

 

 

 

 

Frida Nilsson, Siri und die Eismeerpiraten, Gerstenberg Verlag, 14.95 €

Der Piratenkapitän Weißhaupt ist der gefährlichste Mann des ganzen Eismeers: Alle schlottern vor Angst, schon bei der Erwähnung seines Namens, aber kaum einer ist ihm schon begegnet.

Von Weißhaupt weiß man, daß er von der Beute seiner Raubzüge alles seinen Mitpiraten überläßt. Nur kleine Kinder, die beansprucht er für sich und zwar für harte Arbeit in einem ihm gehörenden geheimnisvollen Bergwerk.

Siri ist die Heldin des Romans von Frida Nilsson. Sie wohnt mit ihrem Vater und ihrer Schwester Miki auf der Eismeerinsel Blauwieck. Eines Morgens fahren Siri und Miki zum Beerensammeln auf die Nachbarinsel Eisenapfel und es ist nur ein Moment der Unachtsamkeit und Siris Schwester ist verschwunden. Am Horizont sieht man Kapitän Weißhaupts Schiff, die Schneerabe.

Als Siri verzweifelt in ihr Dorf zurückkehrt, findet sich niemand, der Manns genug ist, um es mit den Piraten aufzunehmen und Miki zu befreien. Nur Siri hat genug Mumm in den Knochen und sie macht sich alleine auf, ihre Schwester zu finden. Glücklicherweise bleibt sie nicht lange allein, denn sie trifft Fredrik, der auch eine Rechnung mit Weißhaupt offen hat. Nach glaublichen und unglaublichen Abenteuern gelingt es Siri und Fredrik, in das Piratenlager einzudringen, Weißhaupt zu besiegen und neben Miki auch all die anderen geraubten Kinder zu befreien.

Der schwedischen Autorin Frida Nisson ist ein spannender Abenteuerroman um ein kleines Mädchen gelungen, das es mit dem Meer, den Stürmen und starken Männern aufnimmt.

Empfohlen ab 10 Jahren.

Christian Bahnsen

 

Kirsten Boie: Ein Sommer in Sommerby, Oetinger, 14€

Die Geschwister Marthe, Mats und Mikkel müssen unerwartet ihre Ferien ohne ihre Eltern bei ihrer Oma an der Ostsee verbringen. Es ist ein Notbehelf, denn wegen familiärer Zwistigkeiten kennen die drei ihre Großmutter kaum.

Überhaupt ist die alte Dame, so scheint es, etwas seltsam: Sie lebt etwas abgeschieden in einem alten Haus direkt am Meer und hat mit ihren Nachbarn keinen Kontakt. Für die Geschwister geradezu schrecklich ist der Umstand, daß kein sie Telefon hat und an High-Speed Internet oder wLan ist nicht einmal zu denken ist. Zudem ist sie knorrig und resolut und es braucht eine Weile bis die Enkel und die Oma sich aneinander gewöhnen. Als dann aber ein fieser Immobilienhai ein Auge auf das traumhaft am Meer gelegene Grundstück wirft, und versucht mit unlauteren Mitteln die Oma zum Verkauf zu bewegen, sind die Kinder ganz vorn dabei, diesen Typen in die Flucht zu schlagen. Klar, daß nun alle endgültig zueinander finden.

Kirsten Boie hat ein wunderbares Buch für Kinder ab 10 Jahren geschrieben – nicht nur für die Sommerferien an der Ostsee.

Christian Bahnsen

 

 

Die Mississippi-Bande“ von Davide Morosinotto, Thienemann Verlag, 2017, 14.99€

Der wilde Te Trois, der schlaue Eddie, die schöne Julie und der kleine Tit wachsen um 1900 im ländlichen Louisiana mitten im Mississippi-Delta auf. Als sie beim Angeln eine verbeulte Blechdose mit drei Dollar (ein Vermögen zu dieser Zeit!) finden, beschließen sie, etwas aus dem verlockenden Versandhauskatalog zu bestellen.

Als das ersehnte Päckchen eintrifft, ist die Überraschung groß: Darin liegt eine kaputte Taschenuhr, welche sich jedoch schon bald als überaus wertvoll herausstellt.

Mit einem zwielichtigen Vertreter auf den Fersen beginnt eine turbulente und gefahrvolle Reise per Schaufelraddampfer und als blinde Passagiere im Güterzug durch die halbe USA bis nach Chicago, wo ein großzügiger Finderlohn lockt…

Dieser spannende Kinderkrimi mit seinen originellen Illustrationen ist zugleich auch eine stimmungsvolle Abenteuergeschichte in bester Tom-Saywer-Tradition für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren.

Dringend empfohlen von Stefanie Friedrich.