Kinder

Sie finden bei uns Bücher aller Art für Kinder jeden Alters. Obendrein erwartet Sie eine bunte Auswahl an kleinen Geschenkideen von A wie Ausmalbuch bis Z wie Zappelblume.

 

Die besten 7 Bücher für junge Leser – Die Deutschlandfunk-Bestsellerliste

Einmal im Monat veröffentlicht der Deutschlandfunk eine Liste der sieben besten Bücher für junge Leser, ausgewählt von einer hochrangig besetzten Jury.

 

Die sieben Bücher des Monats Dezember sind:

1. „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“ von Andreas Steinhöfel und Peter Schössow (Illustration), Carlsen Verlag, 267 Seiten, 14.99€, ab 9 Jahren

Weihnachten steht vor der Tür. Rico und Oskar erledigen letzte Einkäufe. Rico will etwas für sein Geschwisterchen kaufen, das bald zur Welt kommt. Im Miethaus herrscht einiges Durcheinander, und Oskar verhält sich plötzlich ziemlich merkwürdig. Und dann fegt auch noch ein Schneesturm über Berlin, und niemand kann das Haus verlassen. Rico und Oskar ahnen nicht, dass das noch nicht das Ende der Überraschungen ist!

 

2. „Dysseus“ von Simon van der Geest u. Jan Jutte (Illustration), aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf, Thienemann Verlag, 125 Seiten, 12.99€, ab 9 Jahren

Dysseus wird im Schwimmbad von den großen Jungs geärgert. Nun sitzt er heulend auf der Toilette und grübelt, dass er gerne einmal der Held einer Geschichte wäre, um sich und andere aus brenzligen Situationen zu befreien. So beginnt eine Odyssee mit allerlei lebensbedrohlichen Abenteuern. Und auch wenn die Jungs nicht mit einem Schiff, sondern mit ihren Fahrrädern an Sirenen vorüberfahren, wird Dysseus, der Held, seine Kameraden aus der Irre herausführen können. Ein großartiges Abenteuerbuch, reich illustriert.

 

3. „Tintenblaue Kreis“ von Michael Roher, Luftschacht Verlag, 183 Seiten, 15€, ab 11 Jahren

Biene verbringt die Nachmittage im Café Leguan, das ihren Eltern gehört. Sie hat dort viele Freunde, auch Beere. Sie darf seinen Arm mit einem Kugelschreiber bemalen, weil sie mal Tätowiererin werden will. Da erfährt Beere, dass sein Sohn ein Herzleiden hat und operiert werden muss. Keiner weiß, ob er den Eingriff überleben wird. Zum Glück taucht in dem Moment Phillip auf. Mit ihm kann Biene über den Tod sprechen und über vieles mehr. Eine warmherzige Geschichte über Vergänglichkeit und eine zarte erste Liebe.

 

4. „Ellbogen“ von Fatma Aydemir, Hanser Verlag, 271 Seiten, 20€, ab 14 Jahren

Hazal ist siebzehn, in Berlin geboren, Tochter türkischer Einwanderer, die sich in Deutschland fremd fühlen. Das Mädchen begeht den einen oder anderen Fehler, und als sie von der Polizei gesucht wird, flieht sie nach Istanbul, wo sie noch nie zuvor war. Eine junge Frau zwischen zwei Kulturen, zwischen Deutschland und der Türkei. Eine junge Frau auf der Suche nach einem Platz in der Welt. Ein warmherziger und wilder Debütroman.

 

5. „Ich bau mir einen großen Bruder: Wie unser Körper funktioniert“ von Anaïs Vaugelade, aus dem Französischen von Tobias Scheffel, Moritz Verlag, 64 Seiten, 24€, ab 7 Jahren

Susa wünscht sich einen großen Bruder. Also beschließt sie, sich einen zu bauen. Als erstes braucht sie harte Knochen, dann Gelenke, Bänder und Muskulatur. Dafür verwendet sie Hölzer und Gummibänder. Zum Glück hilft ihr ein gelehrtes Krokodil, das weiß, was noch alles fehlt: Nerven und Gehirn und natürlich auch die inneren Organe. Zum Schluss verpasst sie ihrem Bruder Haut und Haare. Aber wie haucht sie ihm Leben ein? Anais Vaugelade löst die Aufgabe auf besondere Weise. Ein großformatiges, großartiges Anatomiebastelbuch!

 

6. „Das Liebesleben der Tiere“ von Katharina von der Gathen und Anke Kuhl (Illustration), Klett Kinderbuch, 144 Seiten, 18€, ab 8 Jahren

Wer singt ein Lied, um die Liebste zu verführen? Wer tanzt? Wer verströmt einen besonderen Duft? Verführungskünste und Liebesspielarten der Tiere, aber auch Schwangerschaften und Familienleben, um all das geht es in einem reich bebilderten Kompendium. Wir lernen etwas über die Zärtlichkeit der Skorpione, die Brutalität der Bettwanzen und die liebevolle Fürsorge einiger Tierväter. Und man erfährt etwas über die Größe der „Geniale(n) Genitalien“ oder die Größe der Tierkinder – und vor allem: So machen es die Tiere. Umfangreich und verblüffend und mit viel Witz illustriert!

 

7. „Stille Nacht, fröhliche Nacht“ von Julie Völk, Gerstenberg Verlag, 24 Seiten, 16.95€, ab 3 Jahren

Eine Schneelandschaft und am Horizont eine bunte Karawane. Zirkuswagen! Vor einem hell erleuchteten Haus halten sie an, denn sie werden erwartet. Mutter und Kind begrüßen den Vater und Freunde und Verwandte. Zusammen bereiten sie das Weihnachtsfest vor. Mit Musik, Weihnachtsbaum schmücken, Kochen und Backen, Zaubern, Spielen und Schmusen. Das Weihnachtsfest wird zu einem großen Miteinander, zu einem Familien- und Freundesfest, gemütlich und warmherzig. Zart und poetisch bebildert.

Quelle: Deutschlandfunk

 

Die Mississippi-Bande“ von Davide Morosinotto, Thienemann Verlag, 2017, 14.99€

Der wilde Te Trois, der schlaue Eddie, die schöne Julie und der kleine Tit wachsen um 1900 im ländlichen Louisiana mitten im Mississippi-Delta auf. Als sie beim Angeln eine verbeulte Blechdose mit drei Dollar (ein Vermögen zu dieser Zeit!) finden, beschließen sie, etwas aus dem verlockenden Versandhauskatalog zu bestellen.

Als das ersehnte Päckchen eintrifft, ist die Überraschung groß: Darin liegt eine kaputte Taschenuhr, welche sich jedoch schon bald als überaus wertvoll herausstellt.

Mit einem zwielichtigen Vertreter auf den Fersen beginnt eine turbulente und gefahrvolle Reise per Schaufelraddampfer und als blinde Passagiere im Güterzug durch die halbe USA bis nach Chicago, wo ein großzügiger Finderlohn lockt…

Dieser spannende Kinderkrimi mit seinen originellen Illustrationen ist zugleich auch eine stimmungsvolle Abenteuergeschichte in bester Tom-Saywer-Tradition für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren.

Dringend empfohlen von Stefanie Friedrich.

 

 

 

 

 

 

Hoffman, Alice: „Nachtvogel oder Die Geheimnisse von Sidwell“, Fischer Sauerländer, 2016, 12.99€

Twig lebt mit ihrer Mutter in Sidwell, doch sie leben nicht alleine dort in ihrem kleinen Haus. Ihr großer Bruder James lebt auf dem Dachboden, doch das darf niemand wissen, es ist ein Geheimnis, denn James hat Flügel. Es ist ein uralter Fluch, dass alle Jungen aus der Familie von Geburt an mit Flügeln zur Welt kommen. Doch als das neue Nachbarsmädchen Julia mit ihrer Familie nebenan einzieht, kommt das Geheimnis langsam raus.
Doch was dann alles für spannende Dinge passieren solltet ihr selber Lesen 🙂
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es eine sehr fesselnde Geschichte ist und es mit vielen Dingen aus dem echten Leben zu tun hat aber trotzdem magisch ist. Aber besonders gut hat mir gefallen das es so viel um Freundschaft geht und das Twig so viel darum kämpft.
Weil mir das Buch so gut gefallen hat, möchte ich es gerne weiter empfehlen 🙂
Gwendolyn

 

Elisabeth LaBan: „So wüst und schön sah ich noch keinen Tag“, Hanser 2016, 16.99EUR

„Tritt ein, um Freundschaft zu schenken und zu finden“ – mit dieser Inschrift empfängt das traditionsreiche Irving-College seine Schüler.

Als Tim dort sein letztes Schuljahr antritt, weiß er noch nicht, dass dies mit einer Tragödie enden wird. Er verliebt sich als Außenseiter in ein Mädchen, das nicht auf sein besonderes Äußeres, sondern in sein Inneres schaut, doch schafft es nicht, über seinen Schatten zu springen und seine Gefühle zu gestehen. Erst als es zum Unglück kommt und er die Schule verlässt, erzählt er seine Geschichte…
Als Duncan im Jahr darauf sein neues Zimmer im College bezieht, findet er der Schultradition nach ein Geschenk des Vorgängers: es sind besprochene CDs von Tim.
Und auch wenn sich anfangs etwas in ihm sträubt, die Geschehnisse des letzten Jahres noch einmal zu erleben, kann er sich bald dem Sog der Geschichte nicht entziehen… und beschließt, sich nicht länger zu verstecken, sondern sein Leben endlich zu leben.

Ein Internatsroman über Mut, Anderssein und erste Lieben mit Tiefgang.

Empfohlen ab 14 Jahren von Stefanie Friedrich

 

Marian de Smet: „French Summer“, Gerstenberg 2016, 14.95EUR

Die quirlige Tabby und der eher schweigsame Eppo kennen sich nicht, als sie gemeinsam auf einen abenteuerlichen Roadtrip durch Frankreich gehen. Beide brauchen jedoch Abstand von ihrem Leben zu Hause und so steigt Anhalter Eppo kurzentschlossen zu ihr ins Auto. Was folgt, sind zwei wilde Wochen voller Freiheit und Gefühlsausbrüchen und nach und nach offenbaren sie sich ihre Geheimnisse und damit auch die Gründe ihrer Flucht auf Zeit.

Spannend und wütend, traurig und witzig, laut und leise erzählte Geschichte über Freundschaft, Liebe und Verlust.

Ab 14 Jahren empfohlen von Stefanie Friedrich

 

Irmgard Kramer: „Am Ende der Welt traf ich Noah“, Loewe Verlag, 2015, 17.95EUR

Marlene hat es satt, dass Eltern und Ärzte über ihr Leben bestimmen und alle zu wissen glauben, was das Beste für sie sei. Als sie am Bahnhof verwechselt wird, klärt sie diesen Irrtum nicht auf, sondern wagt eine Reise ins Ungewisse und fühlt sich endlich wieder einmal frei.

Noah wohnt zeit seines Lebens in einer abgeschiedenen alten Villa in den Bergen und hat keinen Kontakt zur Außenwelt. Der blinde 16-Jährige wird von drei merkwürdigen Angestellten versorgt und hat nur einen Wunsch- frei sein und gehen zu können, wohin er will.

Als Marlene und Noah sich begegnen treffen 2 Welten aufeinander: für ihn ist es nichts anderes als ein Gefängnis, für sie ist die Villa der Himmel auf Erden.

Doch mit der Zeit häufen sich die Ungereimtheiten: Unter welch geheimnisvoller Krankheit leidet Noah? Warum kann Marlene ihre Eltern nicht erreichen? Warum werden sie gefangen gehalten?

Als die beiden schließlich fliehen entwickelt sich die Geschichte einer ersten Liebe zum rasanten Roadtrip, an dessen Ende eine wirklich überraschende Auflösung auf den Leser wartet.

Mehr als eine originelle Liebesgeschichte- ein wirklich spannendes Buch mit Atmosphäre und unerwarteter Wendung.

Ab 14 Jahren empfohlen

Viel Freude beim Lesen wünscht
Stefanie Friedrich

 

Dave Cousins: „15 kopflose Tage“, Verlag Freies Geistesleben, 2015, 17.90EUR

Dieses Buch führt den Leser zunächst in die Irre – durch seine Ausstattung und seine Illustrationen. Wer eine humorvolle Familiengeschichte mit comichaften Kapitelanfängen erwartet, wird eher enttäuscht. Tatsächlich sind die zwei Brüder Laurence (15) und Jay (6) 15 Tage „allein zu Haus“. Ihre alkoholkranke alleinerziehende Mutter ist verschwunden und Laurence, der ältere Bruder versucht den Anschein eines normalen Familienlebens aufrechtzuerhalten. Das wird – unter anderem aus Mangel an Geld- von Tag zu Tag schwieriger. Wäre da nicht Mina aus seiner Schule und eine nervige aber auch besorgte Nachbarin und ein Gewinnspiel im Radio und ein gelassener Sozialarbeiter – wer weiß, was dann passiert wäre?

Dave Cousins erzählt uns eine tragikomische Geschichte über das Erwachsenwerden, über Verantwortung, Familie und darüber, was Freundschaft vermag.

Christine Polak

 

Anne Fine /Axel Scheffler: Tagebuch einer Killerkatze, Moritz Verlag, 2015, 9.95EUR

Für alle Kinder die schon gern selber lesen – also ab ca. 8 Jahren ist dies ein wunderbares Buch. Kuschel, die Katze einer Familie, erzählt uns ihre Geschichte: Sie buddelt Löcher im Garten, fängt Mäuse und Vögel und legt dieselben „Ihrer Familie“ auf den Fußabtreter – alles ganz normal – wie sie findet. Ihre Familie sieht das anders. Eines Tages jedoch zerrt sie den toten Hoppel, den Hasen der Nachbarn, durch die Katzenklappe. Nun ist guter Rat teuer.

Eine humorvolle Geschichte mit einem überraschenden Ausgang und herzerfrischenden Illustrationen von Axel Scheffler.

Christine Polak

 

 

Hilary Mc Kay: Binny, Aladin Verlag, 2015, 12.90EUR

“Als Binny elf Jahre alt war, hatte sie bereits in zwei Welten gelebt. In einer Kinderwelt und in einer Zeit-langsam-erwachsen-zu-werden-Welt. In einer einfachen und einer schwierigen Welt.“ Binnys Vater ist gestorben und die Familie – sie selbst, Mutter, große Schwester und kleiner Bruder – müssen neu beginnen. Ein Umzug gehört dazu und ein verschwundener Hund, eine grässliche Tante, die ausgerechnet Binny ihr Haus vererbt und eine neue Feindschaft gehört dazu, Garett, der Junge aus dem Nachbarhaus. Wie aus einem besten Feind ein bester Freund wird, wie Binny mit Herz, Mut , Verstand – und ein bisschen Glück ihr neues Leben meistert, erzählt uns Hilary McKay in dieser humorvoll-ernsten Geschichte für Kinder ab 10.

Christine Polak

 

Stefanie Taschinski: „Funklerwald“, Oetinger, 2015, 14.99EUR

Das Luchsmädchen Lumi kennt jeden Baum in ihrem Zuhause, dem wunderbaren Funklerwald. Bei einer ihrer heimlichen Entdeckungsreisen begegnet sie dem Waschbärjungen Rus, welcher mit seiner in Not geratenen Familie Zuflucht im Wald sucht. Trotz aller gegenseitigen Vorbehalte freunden sich die beiden an. Doch die fremden Waschbären werden von den anderen Tieren nicht geduldet und aus ihrem Wald vertrieben. Einzig der Wandelbaum kann ein friedliches Miteinander möglich machen und so brechen Lumi und Rus auf zu einer gefahrvollen Reise…

 

Diese wirklich spannend und einfühlsam erzählte Freundschaftsgeschichte über Anderssein und Toleranz wird mit ihrer liebevollen Illustration Vorleser und Kinder gleichermaßen erfreuen.

Empfohlen ab 6 Jahren

Stefanie Friedrich