Kinder

Sie finden bei uns Bücher aller Art für Kinder jeden Alters. Obendrein erwartet Sie eine bunte Auswahl an kleinen Geschenkideen von A wie Ausmalbuch bis Z wie Zappelblume.

 

Die besten 7 Bücher für junge Leser – Die Deutschlandfunk-Bestsellerliste

Einmal im Monat veröffentlicht der Deutschlandfunk eine Liste der sieben besten Bücher für junge Leser, ausgewählt von einer hochrangig besetzten Jury.

Die sieben Bücher des Monats Oktober sind:

1. Was macht man mit einer Idee? von Kobi Yamada und Mae Besom (Illustration), aus dem Englischen von Michael Keusch, Adrian Verlag, 40 Seiten, 12.95€, ab 6 Jahren
Und plötzlich ist da eine Idee. Klein, glänzend und besonders. Was macht man damit, fragt sich das Kind. Die Idee bleibt beständig in seiner Nähe. Egal, was die anderen sagen, das Kind steht zu der Idee und trägt sie in die Welt. Ein außergewöhnliches Bilderbuch über Kreativität und Mut. In poetischen Bleistiftzeichnungen.

 

2. Die blaue Bank von Alberto Asensio, aus dem Katalanischen von Natalja Dudek, àbac-Verlag, 32 Seiten, 14.95€, ab 6 Jahren

Mitten im Park steht eine blaue Bank. Nicht nur Eichhörnchen und Käfer klettern auf ihr herum, sie ist auch ein Platz für viele, deren Freundschaft oder Liebe hier beginnt. Zum Beispiel Maria und Juan. Doch der Krieg trennt die beiden und Maria sitzt viele Jahre alleine auf der blauen Bank. Bis sie eines Tages genau dort jemanden kennen lernt und … Ein Bilderbuch in naturalistischen Bleistiftzeichnungen und mit wenigen Farben, über das Leben und über Vergänglichkeit und Neuanfang. Hinsehen und die Vielfalt des Leben erkennen. Im Kleinen und im Großen.

 

3. Ballonfahrt mit Hund – Die (fast) wahre Geschichte der ersten internationalen Luftfahrt im Jahr 1785 von Matthew Olshan und Sophie Blackall (Illustration), aus dem Englischen von Leena Flegler
Gerstenberg Verlag, 32 Seiten, 14.95€, ab 5 Jahren

Mit dem Ballon von Großbritannien nach Frankreich! Dr. Jeffries, der Geldgeber, möchte mit seinem französischen Piloten den Ärmelkanal, La Manche, überqueren. Es gibt jedoch ein Problem: Die beiden können sich nicht leiden. Nach ersten Komplikationen beginnt am 7. Januar 1785 die Ballonfahrt, mit im Gepäck ihre beiden Hunde. Doch als sie über dem Ärmelkanal Gas verlieren, müssen die beiden Streithähne zusammenhalten. Ein heiteres, halbwahres Bilderbuch über zwei Männer, die erst in Unterhosen erkennen, wie ähnlich sie sind.

 

4. Wann sehen wir uns wieder? von Rose Lagercrantz und Eva Eriksson (Illustration), aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch, Moritz Verlag,160 Seiten, 11.95€, ab 6 Jahren

Auf einer Klassenfahrt trifft Dunne zufällig ihre liebste Freundin Ella Frida. Die Mädchen schleichen sich von ihren Klassen weg und verbringen den Nachmittag alleine. Da merkt Dunne, dass Ella Frida in ihrer neuen Klasse unglücklich ist. Dunne will helfen, dazu braucht sie ihren Vater, aber der interessiert sich nur für seine neue Freundin. Dunne braucht eine Idee. Ein weiterer Band über die Freundschaft zwischen zwei Mädchen, die durch einen Umzug getrennt werden. Wundervoll erzählt und bebildert.

 

5. Was wir dachten, was wir taten von Lea-Lina Oppermann
Verlag Beltz & Gelberg, 180 Seiten, 12.95€, ab 13 Jahren

Amokalarm. Eine maskierte Person dringt ins Klassenzimmer ein und diktiert mit geladener Pistole Aufgaben, die die Geheimnisse aller Anwesenden an die Oberfläche bringen. Arroganz, Diebstähle, Mitläufertum, Lügen. Fiona ringt fassungslos mit ihrer Handlungsunfähigkeit, Mark verspürt Genugtuung und Herr Filler schwankt zwischen Aggression und Passivität. Aus drei Perspektiven erzählt. Ein Roman über eine Ausnahmesituation.

 

6. Zweet von Marit Kaldhol, aus dem Norwegischen von Maike Dörries, Mixtvision Verlag, 204 Seiten, 12.90€, ab 13 Jahren

Alarm – eine Schule wird evakuiert. Drei Schüler erzählen aus ihrer Perspektive, wie sie die dramatische Situation erleben. Lill-Miriam versteckt sich aus Panik auf dem Dachboden der Schule. Sie hat ihre ganz eigenen Ideen über die Menschen in den Schutzanzügen. Als man Lill-Miriam vermisst, erinnert sich Susan an alles, was sie und die anderen mit ihr gemacht haben. Ruben dagegen erzählt von der zaghaften ersten Liebe, die sich zwischen ihm und Lill-Miriam entwickelt hat. Im evakuierten Gebiet kann man kaum überleben. Stunden vergehen. Und Lill-Miriam hat Angst, ihr Versteck zu verlassen … Marit Kaldhol konfrontiert auf spannende und berührende Weise mit Mobbing, Anderssein und der ersten Liebe.
7. Fliegende Steine von Martha Heesen, aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf, Gerstenberg Verlag, 160 Seiten, 12.95€, ab 14 Jahren

Fee ist ein phantasievolles Mädchen. Im Dorf hat sie keine Freundinnen, nur die dunkelhäutige Laura aus „Niederländisch-Indien“, die mag sie. Und ihre Nachbarin Sofia. Aber dann fliegt der erste Stein gegen Sofias Haus … Der atmosphärisch dichte Roman spielt 1958 in einem kleinen Dorf in Brabant und ist von verblüffender Aktualität. Eine Geschichte über die Nachwehen des Zweiten Weltkrieges, Ausgrenzung und Anderssein und über den Mut, eine eigene Meinung zu haben.

Quelle: Deutschlandfunk

 

Die Mississippi-Bande“ von Davide Morosinotto, Thienemann Verlag, 2017, 14.99€

Der wilde Te Trois, der schlaue Eddie, die schöne Julie und der kleine Tit wachsen um 1900 im ländlichen Louisiana mitten im Mississippi-Delta auf. Als sie beim Angeln eine verbeulte Blechdose mit drei Dollar (ein Vermögen zu dieser Zeit!) finden, beschließen sie, etwas aus dem verlockenden Versandhauskatalog zu bestellen.

Als das ersehnte Päckchen eintrifft, ist die Überraschung groß: Darin liegt eine kaputte Taschenuhr, welche sich jedoch schon bald als überaus wertvoll herausstellt.

Mit einem zwielichtigen Vertreter auf den Fersen beginnt eine turbulente und gefahrvolle Reise per Schaufelraddampfer und als blinde Passagiere im Güterzug durch die halbe USA bis nach Chicago, wo ein großzügiger Finderlohn lockt…

Dieser spannende Kinderkrimi mit seinen originellen Illustrationen ist zugleich auch eine stimmungsvolle Abenteuergeschichte in bester Tom-Saywer-Tradition für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren.

Dringend empfohlen von Stefanie Friedrich.

 

 

 

 

 

 

Hoffman, Alice: „Nachtvogel oder Die Geheimnisse von Sidwell“, Fischer Sauerländer, 2016, 12.99€

Twig lebt mit ihrer Mutter in Sidwell, doch sie leben nicht alleine dort in ihrem kleinen Haus. Ihr großer Bruder James lebt auf dem Dachboden, doch das darf niemand wissen, es ist ein Geheimnis, denn James hat Flügel. Es ist ein uralter Fluch, dass alle Jungen aus der Familie von Geburt an mit Flügeln zur Welt kommen. Doch als das neue Nachbarsmädchen Julia mit ihrer Familie nebenan einzieht, kommt das Geheimnis langsam raus.
Doch was dann alles für spannende Dinge passieren solltet ihr selber Lesen 🙂
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es eine sehr fesselnde Geschichte ist und es mit vielen Dingen aus dem echten Leben zu tun hat aber trotzdem magisch ist. Aber besonders gut hat mir gefallen das es so viel um Freundschaft geht und das Twig so viel darum kämpft.
Weil mir das Buch so gut gefallen hat, möchte ich es gerne weiter empfehlen 🙂
Gwendolyn

 

Elisabeth LaBan: „So wüst und schön sah ich noch keinen Tag“, Hanser 2016, 16.99EUR

„Tritt ein, um Freundschaft zu schenken und zu finden“ – mit dieser Inschrift empfängt das traditionsreiche Irving-College seine Schüler.

Als Tim dort sein letztes Schuljahr antritt, weiß er noch nicht, dass dies mit einer Tragödie enden wird. Er verliebt sich als Außenseiter in ein Mädchen, das nicht auf sein besonderes Äußeres, sondern in sein Inneres schaut, doch schafft es nicht, über seinen Schatten zu springen und seine Gefühle zu gestehen. Erst als es zum Unglück kommt und er die Schule verlässt, erzählt er seine Geschichte…
Als Duncan im Jahr darauf sein neues Zimmer im College bezieht, findet er der Schultradition nach ein Geschenk des Vorgängers: es sind besprochene CDs von Tim.
Und auch wenn sich anfangs etwas in ihm sträubt, die Geschehnisse des letzten Jahres noch einmal zu erleben, kann er sich bald dem Sog der Geschichte nicht entziehen… und beschließt, sich nicht länger zu verstecken, sondern sein Leben endlich zu leben.

Ein Internatsroman über Mut, Anderssein und erste Lieben mit Tiefgang.

Empfohlen ab 14 Jahren von Stefanie Friedrich

 

Marian de Smet: „French Summer“, Gerstenberg 2016, 14.95EUR

Die quirlige Tabby und der eher schweigsame Eppo kennen sich nicht, als sie gemeinsam auf einen abenteuerlichen Roadtrip durch Frankreich gehen. Beide brauchen jedoch Abstand von ihrem Leben zu Hause und so steigt Anhalter Eppo kurzentschlossen zu ihr ins Auto. Was folgt, sind zwei wilde Wochen voller Freiheit und Gefühlsausbrüchen und nach und nach offenbaren sie sich ihre Geheimnisse und damit auch die Gründe ihrer Flucht auf Zeit.

Spannend und wütend, traurig und witzig, laut und leise erzählte Geschichte über Freundschaft, Liebe und Verlust.

Ab 14 Jahren empfohlen von Stefanie Friedrich

 

Irmgard Kramer: „Am Ende der Welt traf ich Noah“, Loewe Verlag, 2015, 17.95EUR

Marlene hat es satt, dass Eltern und Ärzte über ihr Leben bestimmen und alle zu wissen glauben, was das Beste für sie sei. Als sie am Bahnhof verwechselt wird, klärt sie diesen Irrtum nicht auf, sondern wagt eine Reise ins Ungewisse und fühlt sich endlich wieder einmal frei.

Noah wohnt zeit seines Lebens in einer abgeschiedenen alten Villa in den Bergen und hat keinen Kontakt zur Außenwelt. Der blinde 16-Jährige wird von drei merkwürdigen Angestellten versorgt und hat nur einen Wunsch- frei sein und gehen zu können, wohin er will.

Als Marlene und Noah sich begegnen treffen 2 Welten aufeinander: für ihn ist es nichts anderes als ein Gefängnis, für sie ist die Villa der Himmel auf Erden.

Doch mit der Zeit häufen sich die Ungereimtheiten: Unter welch geheimnisvoller Krankheit leidet Noah? Warum kann Marlene ihre Eltern nicht erreichen? Warum werden sie gefangen gehalten?

Als die beiden schließlich fliehen entwickelt sich die Geschichte einer ersten Liebe zum rasanten Roadtrip, an dessen Ende eine wirklich überraschende Auflösung auf den Leser wartet.

Mehr als eine originelle Liebesgeschichte- ein wirklich spannendes Buch mit Atmosphäre und unerwarteter Wendung.

Ab 14 Jahren empfohlen

Viel Freude beim Lesen wünscht
Stefanie Friedrich

 

Dave Cousins: „15 kopflose Tage“, Verlag Freies Geistesleben, 2015, 17.90EUR

Dieses Buch führt den Leser zunächst in die Irre – durch seine Ausstattung und seine Illustrationen. Wer eine humorvolle Familiengeschichte mit comichaften Kapitelanfängen erwartet, wird eher enttäuscht. Tatsächlich sind die zwei Brüder Laurence (15) und Jay (6) 15 Tage „allein zu Haus“. Ihre alkoholkranke alleinerziehende Mutter ist verschwunden und Laurence, der ältere Bruder versucht den Anschein eines normalen Familienlebens aufrechtzuerhalten. Das wird – unter anderem aus Mangel an Geld- von Tag zu Tag schwieriger. Wäre da nicht Mina aus seiner Schule und eine nervige aber auch besorgte Nachbarin und ein Gewinnspiel im Radio und ein gelassener Sozialarbeiter – wer weiß, was dann passiert wäre?

Dave Cousins erzählt uns eine tragikomische Geschichte über das Erwachsenwerden, über Verantwortung, Familie und darüber, was Freundschaft vermag.

Christine Polak

 

Anne Fine /Axel Scheffler: Tagebuch einer Killerkatze, Moritz Verlag, 2015, 9.95EUR

Für alle Kinder die schon gern selber lesen – also ab ca. 8 Jahren ist dies ein wunderbares Buch. Kuschel, die Katze einer Familie, erzählt uns ihre Geschichte: Sie buddelt Löcher im Garten, fängt Mäuse und Vögel und legt dieselben „Ihrer Familie“ auf den Fußabtreter – alles ganz normal – wie sie findet. Ihre Familie sieht das anders. Eines Tages jedoch zerrt sie den toten Hoppel, den Hasen der Nachbarn, durch die Katzenklappe. Nun ist guter Rat teuer.

Eine humorvolle Geschichte mit einem überraschenden Ausgang und herzerfrischenden Illustrationen von Axel Scheffler.

Christine Polak

 

 

Hilary Mc Kay: Binny, Aladin Verlag, 2015, 12.90EUR

“Als Binny elf Jahre alt war, hatte sie bereits in zwei Welten gelebt. In einer Kinderwelt und in einer Zeit-langsam-erwachsen-zu-werden-Welt. In einer einfachen und einer schwierigen Welt.“ Binnys Vater ist gestorben und die Familie – sie selbst, Mutter, große Schwester und kleiner Bruder – müssen neu beginnen. Ein Umzug gehört dazu und ein verschwundener Hund, eine grässliche Tante, die ausgerechnet Binny ihr Haus vererbt und eine neue Feindschaft gehört dazu, Garett, der Junge aus dem Nachbarhaus. Wie aus einem besten Feind ein bester Freund wird, wie Binny mit Herz, Mut , Verstand – und ein bisschen Glück ihr neues Leben meistert, erzählt uns Hilary McKay in dieser humorvoll-ernsten Geschichte für Kinder ab 10.

Christine Polak

 

Stefanie Taschinski: „Funklerwald“, Oetinger, 2015, 14.99EUR

Das Luchsmädchen Lumi kennt jeden Baum in ihrem Zuhause, dem wunderbaren Funklerwald. Bei einer ihrer heimlichen Entdeckungsreisen begegnet sie dem Waschbärjungen Rus, welcher mit seiner in Not geratenen Familie Zuflucht im Wald sucht. Trotz aller gegenseitigen Vorbehalte freunden sich die beiden an. Doch die fremden Waschbären werden von den anderen Tieren nicht geduldet und aus ihrem Wald vertrieben. Einzig der Wandelbaum kann ein friedliches Miteinander möglich machen und so brechen Lumi und Rus auf zu einer gefahrvollen Reise…

 

Diese wirklich spannend und einfühlsam erzählte Freundschaftsgeschichte über Anderssein und Toleranz wird mit ihrer liebevollen Illustration Vorleser und Kinder gleichermaßen erfreuen.

Empfohlen ab 6 Jahren

Stefanie Friedrich