Kinder

Sie finden bei uns Bücher aller Art für Kinder jeden Alters. Obendrein erwartet Sie eine bunte Auswahl an kleinen Geschenkideen von A wie Ausmalbuch bis Z wie Zappelblume.

Die besten 7 Bücher für junge Leser – Die Deutschlandfunk-Bestsellerliste

Einmal im Monat veröffentlicht der Deutschlandfunk eine Liste der sieben besten Bücher für junge Leser, ausgewählt von einer hochrangig besetzten Jury.

Die sieben Bücher des Monats Januar sind

1. „A wie Antarktis – Ansichten vom anderen Ende der Welt“ von David Böhm, aus dem Tschechischen von Lena Dorn, Karl Rauch Verlag, 80 Seiten, 22€, ab 5 Jahren

Was können wir von der Antarktis und in der Antarktis lernen? Wer entdeckte sie? Leben am Südpol Eisbären? Wie kalt ist es? Zum Beispiel gibt es dort jede Menge Rekorde: den Kälte-, den Trocken-, den Höhen- und den Windrekord. Und 1983 hat man die niedrigste Temperatur der Welt gemessen: minus 89 ° Celsius. Außerdem ist sie mit 2.020 Metern der höchste Kontinent über dem Meeresspiegel. Faszinierende Informationen und herausragende Bilder.

2. „Alle behindert! – 25 spannende und bekannte Beeinträchtigungen in Wort und Bild“ von Monika Osberghaus und Horst Klein (Illustrationen),
Klett Kinderbuch, 40 Seiten, 14€, ab 5 Jahren

Was heißt denn schon „normal“? Ab wann ist jemand „eingeschränkt“? Anna hat das Downsyndrom, Mareike ist hochbegabt, Julien ist der größte Angeber und Max ist Spastiker. Viele Kinder haben hier selbst von ihren Besonderheiten erzählt. Beeinträchtigungen kann man hier näher kennenlernen. Wer dabei keine Miene verzieht, heißt es, ist „lachbehindert“! Ein authentischer Blick auf alles, außer auf Normalität.

3. „Mit dem Bauhaus um die Welt – Folge den Spuren berühmter Bauhäusler“ von Ingolf Kern und Zsuzsanna Ilijin (Illustration), Herausgegeben von Stiftung Bauhaus Dessau, Verlagsgruppe Seemann Henschel, 56 Seiten, 16€, ab 8 Jahren

Die Menschen an der Bauhausschule waren experimentierfreudig und machten sich damit auch viele Feinde. 1933 wurde die Schule geschlossen. Wohin gingen Paul Klee, Mies van der Rohe, Anni Albers, Marcel Breuer, Fiedl Dicker und Arieh Sharon? Paul Klee reiste nach Kairo, Luxor und Assuan, andere gingen nach Amerika. In den nächsten Jahren und noch heute finden die Entwürfe der Künstler auf der ganzen Welt großen Anklang. Das Bilderbuch folgt den Spuren der zehn ausgewählten Bauhäuslern. Mit Illustrationen von Textilien, Lampen, Möbeln, Gemälden, Spielzeug und natürlich auch Bauhaus-Bauten. Der fünfte Band der Bauhaus-Kinderbücher.

4. „Glück für alle Felle“ von Meg Rosoff und Anke Faust (Illustration),
aus dem Englischen Brigitte Jakobeit, Fischerverlag, 123 Seiten, 10€, ab 7 Jahren

Die Mutter hat die Nase voll von Wäschebergen, Sonderwünschen und Meckereien ihrer Lieben und tritt in den Streik. Statt zu arbeiten, macht sie Yoga. Betty und ihre Geschwister müssen zwar ihre Zimmer nicht mehr aufräumen, aber jeden Tag Pizza ist auf Dauer auch nicht toll. Als Betty und ihre Familie den Hund McTavish aus dem Tierheim zu sich holen, ahnt keiner, dass dieser Hund ihr Familienleben gehörig auf den Kopf stellen oder wieder ins Lot bringen wird, denn er ahnt sofort: Diese Familie braucht dringend seine Hilfe! Wird es ihm gelingen, das Chaos in »seinem« neuen Zuhause zu besiegen? Eine etwas andere Hundegeschichte.

5. „Das Abrakadabra der Fische“ von Simon van der Geest und Almud Kunert (Vignetten), aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler,
Thienemann Verlag, 318 Seiten, 15€, ab 10 Jahren

Vonkie wird auf den Bauernhof ihres Großvaters geschickt. Was soll sie hier schon erleben? Dann aber erzählt ihr Großvater richtig spannende Geschichten, von früher. Er ist mit fünf Brüdern aufgewachsen, das wusste Vonkie gar nicht. Manchen Fragen allerdings weicht er aus, und er warnt Vonkie, nicht in die Nähe der alten Mühle zu gehen. Das macht den Ort natürlich besonders spannend. Niemals hätte Vonkie vermutet, dass sie einem streng gehüteten Familiengeheimnis auf die Spur kommen würde.

6. „Die abenteuerliche Reise des Leopold Morsch“ von Gregor Wolf und Cornelia Haas (Illustration), Ueberreuter Verlag, 320 Seiten, 14.95€, ab 10 Jahren

Der Einsiedler Leopold Morsch lebt mit seinem Freund Hainwart, einem wandelnden Baum, in glücklicher Abgeschiedenheit. Da wird Morsch eines Tages eine Muschel geschenkt, in der er allein einen mysteriösen Hilferuf hört. Mutig beschließen Morsch und Hainwart, dem Ruf zu folgen, und wagen sich in die Welt. Sie begegnen Schaustellern, Wissenschaftlern, einem Drachen und einem verrückten Kapitän – und finden in Ritter Griesbert vom Berg und dem Jungen Tisal zwei neue Weggefährten. Doch Tisals Herkunft hat etwas mit Morschs Muschel zu tun. Sehr geheimnisvoll!

7. „Wer ist Edward Moon?“ von Sarah Crossan, aus dem Englischen von Cordula Setsman, Mixtvision Verlag, 400 Seiten, 17€, ab 14 Jahren

Joes Bruder Ed sitzt seit zehn Jahren in der Todeszelle. Als Eds Hinrichtungsdatum festgelegt wird, ist Joe fest entschlossen, diese letzten Wochen mit seinem Bruder zu verbringen, egal, was die anderen denken. Dieser aufwühlende, großherzige Roman wirft wichtige Fragen auf: Welchen Wert misst man dem Leben bei? Was kann man vergeben? Und wie nimmt man Abschied voneinander? Eine ergreifende Brudergeschichte.

Quelle: Deutschlandfunk

Frida Nilsson: Sasja und das Reich jenseits des Meeres, Gerstenberg Verlag, 20 Euro

Sasja wohnt mit seinen Eltern am Meer. Es könnte alles so schön sein, wenn nicht seine Mutter schwer krank wäre. Eines Nachts ist sie verschwunden – der Tod muß sie entführt haben, dessen ist sich Sasja sicher. Er entwendet das Ruderboot des Nachbarn und folgt dem Tod bis in sein Reich jenseits des Meeres. Sein Plan, den Tod zu überlisten und seine Mamazurückzuholen, ist kühn.

Doch er findet Freunde in dieser fremden, doch auch seltsam vertrauten Welt : Den gutmütigen Trine Tvefot, die mutige Prinzessin von Sparta und den nachdenklichen Höder von Harpyrien. Mit ihrer Hilfe steht Sasja, nach einer gefahrvollen und abenteuerlichen Reise, tatsächlich dem Tod gegenüber. Aber er ist ganz anders , als Sasja ihn sich vorgestellt hat…

Frida Nilsson hat eine fantasievolle Geschichte über den Tod geschrieben. Es geht gruselig, lustig, surreal und absurd zugleich zu. Ihr gelingt es gekonnt, Realismus, Fantastik, Abenteuer und Jenseitsreise zu verbinden. Ebenso wie in dem Vorgängerbuch „Siri und die Eismeerpiraten“ erweist sich ein Kind als konsequenter, mutiger und beharrlicher als die  Erwachsenen.

Diese großartige Parabel über Leben und Tod ist für Kinder ab 10 Jahren empfohlen – aber auch für jeden erwachsenen Leser ein Gewinn.

Christine Polak

Dirk Reinhardt: Über die Berge und über das Meer, Gerstenberg, 14.95€

Jedes Jahr im Frühling wartet Soraya auf ihren Freund Tarek, der mit seinem Nomadenstamm an ihrem afghanischen Bergdorf vorbeizieht. Doch in diesem Jahr ist alles anders.

Als siebte Tochter ist sie einem alten Brauch zufolge als Junge aufgewachsen, konnte sich frei bewegen und zur Schule gehen. Inzwischen hat sie das Alter erreicht, wo sie wieder als Mädchen leben sollte, in der Stille des Hauses. Die Taliban drängen unmissverständlich darauf und haben auch Tereks Familie bedroht.

Beide sehen keinen anderen Ausweg und machen sich unabhängig voneinander auf den Weg in die Fremde. Sie fliehen über die Berge und das Meer, getragen von der Hoffnung, sich eines Tages wiederzusehen.

Nach seinem erfolgreichen Jugendroman „Train Kids“, wo er sehr spannend und aufwühlend über die gefährliche Reise auf Güterzügen quer durch Mexiko erzählt, ist Dirk Reinhardt erneut ein atmosphärischer Roman von Abschied und Aufbruch gelungen, der noch lange nachklingt.

Stefanie Friedrich

Axel Rühle: Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst, illustriert von A. Scheffler, dtv, 12.95€

Als Paul nach den Sommerferien nach Hause kommt, traut er seinen Augen nicht: Im Türschloss der Altbauwohnung wohnt ein echtes Schlossgespenst! Um Geheimhaltung bemüht, was wegen der

Flausen im Kindskopf des Gespensterfreundes schwierig ist, schmieden beide einen Plan: Zippel braucht ein neues Zuhause, da das alte Türschloss bald ausgetauscht werden soll.

Mit allerlei Sprachwitz und Spannung ist Axel Rühle ein wunderbar humorvolles, lebendiges Kinderbuch gelungen, welches mit den Bildern von Axel Scheffler zum großartigen Vorlesevergnügen auch für die „Awachsanen“ wird.

Ein lustiger gruselfreier Lesespaß für alle ab 6!

Stefanie Friedrich

Karen M. McManus: One of us is lying, cbt, 18€

Das Buch „One of us is lying“ von Karen M. McManus erzählt die Geschichte von vier Jugendlichen, die unter Mordverdacht an einem anderen Mitschüler stehen.

Eines Tages werden Bronwyn, Addy, Nate, Cooper und Simon zum Nachsitzen gerufen. Alle aus dem gleichen Grund: in ihren Schultaschen wurden verbotenerweise Handys gefunden. Die Schüler beteuern zwar, es wären nicht ihre gewesen, fügen sich aber ihrer Strafe. Kurze Zeit später, nachdem Simon etwas getrunken hat, erleidet er einen Allergieschock. Die vier anderen Jugendlichen bemühen sich schnell Hilfe zu holen. Doch die lebensrettenden Epi-Pens (Allergiegegenmittel) sind unauffindbar. Simon verstirbt noch am gleichen Tag im Krankenhaus.

Nun ermittelt die Polizei wegen Mordes gegen die vier Jugendlichen, von denen einer Erdnussöl in das Getränk seines Mitschülers gemischt haben soll.

Simon hatte eine App entwickelt, auf der Schüler bloßgestellt und zum Gespött der Schule gemacht wurden. Da die vier Hauptfiguren die Nächsten gewesen wären, von denen ein Geheimnis gepostet werden sollte, hätte jeder ein Mordmotiv gehabt. Die „Bayview-four“, wie sie nun von der Presse genannt werden, fangen an selbst zu ermitteln, um ihre Unschuld zu beweisen. Dabei freunden sich die ungleichen Jugendlichen immer mehr an.

Die Geschichte wird aus den verschiedenen Perspektiven der „Bayview-four“ erzählt und bleibt dadurch die ganze Zeit spannend. Bis zum Ende fragt man sich, wer der Mörder ist und ob die Annschuldigungen gegen eine der Hauptfiguren stimmen könnten.

Ich würde das Buch jedem Jugendlichen empfehlen, denn das Buch ist nicht nur ein Krimi, sondern beschreibt sehr gut die typischen und auch untypischen Probleme von Teenagern.

Die Charakterentwicklung der Hauptfiguren ist extrem spannend, was das Buch noch lesenswerter macht. Viel Freude beim Lesen eines spannenden, witzigen und dramatischen Krimis!

Amelie Köhler

Frida Nilsson, Siri und die Eismeerpiraten, Gerstenberg Verlag, 14.95 €

Der Piratenkapitän Weißhaupt ist der gefährlichste Mann des ganzen Eismeers: Alle schlottern vor Angst, schon bei der Erwähnung seines Namens, aber kaum einer ist ihm schon begegnet.

Von Weißhaupt weiß man, daß er von der Beute seiner Raubzüge alles seinen Mitpiraten überläßt. Nur kleine Kinder, die beansprucht er für sich und zwar für harte Arbeit in einem ihm gehörenden geheimnisvollen Bergwerk.

Siri ist die Heldin des Romans von Frida Nilsson. Sie wohnt mit ihrem Vater und ihrer Schwester Miki auf der Eismeerinsel Blauwieck. Eines Morgens fahren Siri und Miki zum Beerensammeln auf die Nachbarinsel Eisenapfel und es ist nur ein Moment der Unachtsamkeit und Siris Schwester ist verschwunden. Am Horizont sieht man Kapitän Weißhaupts Schiff, die Schneerabe.

Als Siri verzweifelt in ihr Dorf zurückkehrt, findet sich niemand, der Manns genug ist, um es mit den Piraten aufzunehmen und Miki zu befreien. Nur Siri hat genug Mumm in den Knochen und sie macht sich alleine auf, ihre Schwester zu finden. Glücklicherweise bleibt sie nicht lange allein, denn sie trifft Fredrik, der auch eine Rechnung mit Weißhaupt offen hat. Nach glaublichen und unglaublichen Abenteuern gelingt es Siri und Fredrik, in das Piratenlager einzudringen, Weißhaupt zu besiegen und neben Miki auch all die anderen geraubten Kinder zu befreien.

Der schwedischen Autorin Frida Nisson ist ein spannender Abenteuerroman um ein kleines Mädchen gelungen, das es mit dem Meer, den Stürmen und starken Männern aufnimmt.

Empfohlen ab 10 Jahren.

Christian Bahnsen

Kirsten Boie: Ein Sommer in Sommerby, Oetinger, 14€

Die Geschwister Marthe, Mats und Mikkel müssen unerwartet ihre Ferien ohne ihre Eltern bei ihrer Oma an der Ostsee verbringen. Es ist ein Notbehelf, denn wegen familiärer Zwistigkeiten kennen die drei ihre Großmutter kaum.

Überhaupt ist die alte Dame, so scheint es, etwas seltsam: Sie lebt etwas abgeschieden in einem alten Haus direkt am Meer und hat mit ihren Nachbarn keinen Kontakt. Für die Geschwister geradezu schrecklich ist der Umstand, daß kein sie Telefon hat und an High-Speed Internet oder wLan ist nicht einmal zu denken ist. Zudem ist sie knorrig und resolut und es braucht eine Weile bis die Enkel und die Oma sich aneinander gewöhnen. Als dann aber ein fieser Immobilienhai ein Auge auf das traumhaft am Meer gelegene Grundstück wirft, und versucht mit unlauteren Mitteln die Oma zum Verkauf zu bewegen, sind die Kinder ganz vorn dabei, diesen Typen in die Flucht zu schlagen. Klar, daß nun alle endgültig zueinander finden.

Kirsten Boie hat ein wunderbares Buch für Kinder ab 10 Jahren geschrieben – nicht nur für die Sommerferien an der Ostsee.

Christian Bahnsen

Die Mississippi-Bande“ von Davide Morosinotto, Thienemann Verlag, 2017, 14.99€

Der wilde Te Trois, der schlaue Eddie, die schöne Julie und der kleine Tit wachsen um 1900 im ländlichen Louisiana mitten im Mississippi-Delta auf. Als sie beim Angeln eine verbeulte Blechdose mit drei Dollar (ein Vermögen zu dieser Zeit!) finden, beschließen sie, etwas aus dem verlockenden Versandhauskatalog zu bestellen.

Als das ersehnte Päckchen eintrifft, ist die Überraschung groß: Darin liegt eine kaputte Taschenuhr, welche sich jedoch schon bald als überaus wertvoll herausstellt.

Mit einem zwielichtigen Vertreter auf den Fersen beginnt eine turbulente und gefahrvolle Reise per Schaufelraddampfer und als blinde Passagiere im Güterzug durch die halbe USA bis nach Chicago, wo ein großzügiger Finderlohn lockt…

Dieser spannende Kinderkrimi mit seinen originellen Illustrationen ist zugleich auch eine stimmungsvolle Abenteuergeschichte in bester Tom-Saywer-Tradition für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren.

Dringend empfohlen von Stefanie Friedrich.