Kinder

Sie finden bei uns Bücher aller Art für Kinder jeden Alters. Obendrein erwartet Sie eine bunte Auswahl an kleinen Geschenkideen von A wie Ausmalbuch bis Z wie Zappelblume.

 

Die besten 7 Bücher für junge Leser – Die Deutschlandfunk-Bestsellerliste

Einmal im Monat veröffentlicht der Deutschlandfunk eine Liste der sieben besten Bücher für junge Leser, ausgewählt von einer hochrangig besetzten Jury.

Die sieben Bücher des Monats Mai sind

1. Oliver Jeffers: „Die Fabel von Fausto“ aus dem Englischen von Anna Schaub,
Nord Süd Verlag, Zürich. 48 Seiten, 18€, ab 5 Jahren

Alles wollte er besitzen: die Blume, das Schaf, den Berg und zum Schluss sogar das Meer. Seine Gier und sein Hochmut kennen kein Ende. Keiner kann sich ihm wirklich widersetzen. Nur das Meer wird ihn mit Klugheit in den Abgrund führen. Fausto, der Nimmersatte, ertrinkt. In poetischer Sprache und poetischen Illustrationen, aufs Wesentliche reduziert, führt die Fabel vor, wohin Machtmissbrauch und Gier führen können.

2. Daan Remmerts de Vries und Floor Rieder (Illustration): „Der Zyklop“
aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf, Gerstenberg Verlag, Hildesheim. 48 Seiten, 15€, ab 5 Jahren

Ein Dorf, recht klein und gemütlich, in dem alle nett zueinander sind. Die Seidenraupe spinnt Bettdecken, die Rote Kreuzspinne versorgt die Kranken und die Wasserjungfer sorgt für Getränke. Eines Tages taucht ein Wesen auf, groß und grün und tritt alles kaputt. Kein Wunder! Es hat ja nur ein Auge und kann kaum etwas sehen. Die freundlichen Dorfbewohner wissen Rat: Der Zyklop braucht eine Brille. Gesagt, getan! Aber, was macht er, als er alles scharf und deutlich sieht? Er zerstört, was übrig geblieben ist. Erschüttert schauen die Bewohner ihm hinterher, als er in der Ferne verschwindet. Und sie bemitleiden ihn, denn sie sind viele, aber er bleibt allein. Ein Bilderbuch über Selbstbezogenheit und Gemeinschaftssinn. In beeindruckender Technik.

3. Ulf Stark und Regina Kehn (Illustration): „Als ich die Pflaumen des Riesen klaute“ aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer, Verlag Urachhaus, Stuttgart. 93 Seiten, 16€, ab 6 Jahren

Er ist die unheimlichste Erscheinung der ganzen Gegend: riesengroß und lebensgefähr­lich! Das zumindest erzählt Bernt seinem besten Freund Ulf. Die beiden haben Angst vor dem Riesen im Hawaihemd. Aber dann entdecken sie das Gruseligste überhaupt: Der Mann schleicht sich zu Ulfs Haus, wenn seine Mutter Klavier spielt, und lauscht … Vielleicht kann man einen Riesen hypnotisieren? Als ein Sturm alles durcheinanderbringt, kann eigentlich nur der Riese helfen. Eine eindringliche Geschichte über Freundschaft und Helden­taten. Aber auch über Ängste und Vorurteile. Mit poetischen, zarten, eindrucksvollen blau-roten Aquarellbildern von Regina Kehn.

4. Pierre Zenzius: „Gipfelstürmer“ aus dem Französischen von Ebi Naumann, Aladin Verlag, Stuttgart. 36 Seiten, 15€, ab 5 Jahren

Unwegsame Wälder, endlose Schneefelder und haarsträubend steil abfallende Grate und Schluchten. Eine Gruppe Bergsteiger kämpft sich hinauf zum Gipfel. Wie mühsam zu dieser Zeit der Aufstieg gewesen sein muss. Wie verschwindend klein der Mensch in dieser bizarren Landschaft. Aber es geht immer weiter, immer höher. Die Besteigung des Mont Blanc, des höchsten Berges Europas, im Jahr 1787 durch den Naturforscher Horace Bénédict de Saussure markiert den Beginn des modernen Alpinismus. Werden er und seine Mannschaft es schaffen? Eine kunstvoll gestaltete Bilderbuchgeschichte.

5. Karen Foxlee: „Alles, was wir träumten“ aus dem Englischen von Annette von der Weppen, Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim. 348 Seiten, 16.95€, ab 11 Jahren

Lenny und Davey sind Geschwister, aber der Bruder, erst sieben, ist schon fast so groß wie ein erwachsener Mann. Überall schaut man ihnen hinterher. Und immer mehr vermissen die beiden ihren Vater, der nach einem Job nicht mehr zurückgekommen ist. Das Einzige, was Trost bietet, sind die alphabetischen Lexikonhefte, die jeden Monat mit der Post kommen und den Kindern die Welt der Tiere und fremden Länder nach Hause bringt. Lenny träumt davon, Insektenforscherin zu werden. Und Davey möchte, seitdem er den Buchstaben K kennt, nach Kanada auswandern. Aber Daveys Krankheit macht ihr Leben immer schwieriger. Ein bewegender Roman über Geschwisterliebe und Hoffnung.

6. Dieter Böge und Elsa Klever (Illustration): „189“, Aladin Verlag, Stuttgart. 48 Seiten, 17€ , ab 6 Jahren

Über Tag begleiten sie die Männer in die Silberminen und singen. Wird der Sauerstoff knapp in den Minen, schweigen die Kanarienvögel und die Bergarbeiter wissen, dass sie den Heimweg antreten müssen. So war das Mitte des 19. Jahrhunderts im Harz. Ihr außergewöhnlicher Gesang machte die Kanarienvögel weltberühmt, und die begehrten „Harzer Roller“ wurden in die fernsten Länder gebracht. Auch dieser gelbe Kanarienvogel wird eines Tages davon überrascht, eine lange Reise anzutreten. Zusammen mit vielen anderen auf einem Tragegestell. Die Reise führt den Vogel nach New York, wo er eine weitere große Überraschung erlebt. Zwischen wundervollen gedeckten Farben des Waldes und der Landschaft leuchtet strahlend das Gelb des Kanarienvogels, einer von 189.

7. Verena Güntner: „Power“, Dumont Verlag. Köln. 254 Seiten,  22€, ab 14 Jahren

Ein Kind in einem kleinen Dorf, umgebenen von Wald und Feldern. Eines Tages verschwindet der Hund der Nachbarin. Kerze verspricht, den Hund mit dem Namen Power zurückzubringen. Koste es, was es wolle. Sie geht methodisch vor und durchstreift das Dorf und die Felder. Dabei wird sie von den anderen Kindern beobachtet, die sich ihr nach und nach anschließen. Sie bilden ein Rudel, das Powers Fährte aufnimmt. Und ziehen schließlich in den Wald.
Mit außergewöhnlicher Sprachmacht, Scharfsinn und mit enormem Einfühlungsvermögen erzählt Verena Güntner davon, was mit einer Gemeinschaft geschieht, die den Kontakt zu ihren Kindern verliert.

Quelle: Deutschlandfunk

 

Lesetipps für 10-11 jährige

Katherine Applegate: Endling, dtv, 15.95€

Endling - Die Suche beginnt

Dalkin Byx ist vermutlich die letzte ihrer Art und mit der mutigen Khara, dem Fellknäuel Tobble und einem Riesenkater auf der Suche nach anderen Angehörigen.
Auf ihrer abenteuerlichen und gefahrvollen Reise durch das Land Nedarra kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das nicht nur sie, sondern alle Arten bedroht.

Spannende und episch erzählte „Gefährten-Queste“

 

„Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ von Enne Koens, Gerstenberg 2019, 15€

Ich bin Vincent und ich habe keine Angst

Als die Klassenfahrt näher rückt, bestückt der schüchterne und gemobbte Vincent sein Survival-Kit. Er kennt sich aus mit dem Überleben in der Wildnis und als die Situation eskaliert und er in den Wald flüchtet, findet ihn dort „die Jacke“.

Eine Geschichte über´s „Normal-Sein“, die Mut macht und auf spannende und gleichzeitig berührende Weise zeigt, welch eine Kraft die Freundschaft hat.

 

Tara und Tahnee – Verloren im Tal des Goldes von Patrick Hertweck, Thienemann, 15€, ab 10 Jahren

Tara und Tahnee

Sierra Nevada, 1856: Tahnee lebt mit ihrem Vater einsam und abgeschieden in einer Blockhütte im kalifornischen Hinterland. Als dieser eines Abends nicht von der Jagd heimkehrt, steht ein Fremder in der Tür und Tahnee stürzt sich kopfüber in ein Abenteuer. Mit ihren 11 Jahren ist sie auf der Flucht vor Kopfgeldjägern und muss innerhalb weniger Tage San Francisco erreichen, um ihren Vater zu retten.

Dort lebt Tara seit dem Tod der Mutter bei ihrem Großvater, überbehütet und nicht ahnend, dass ihrer beider Leben auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind.

Es ist lange her, dass ich solch einen spannenden Abenteuerroman in einer von der Kinderliteratur bisher weniger beachteteten Zeit und Gegend gelesen habe. Ich wünsche Tahnee viele Leser, die sie wie ich atemlos durch Eis und Schnee, sengende Hitze und reißende Flüsse begleiten!

Stefanie Friedrich

 

Frida Nilsson: Sasja und das Reich jenseits des Meeres, Gerstenberg Verlag, 20 Euro

Sasja wohnt mit seinen Eltern am Meer. Es könnte alles so schön sein, wenn nicht seine Mutter schwer krank wäre. Eines Nachts ist sie verschwunden – der Tod muß sie entführt haben, dessen ist sich Sasja sicher. Er entwendet das Ruderboot des Nachbarn und folgt dem Tod bis in sein Reich jenseits des Meeres. Sein Plan, den Tod zu überlisten und seine Mamazurückzuholen, ist kühn.

Doch er findet Freunde in dieser fremden, doch auch seltsam vertrauten Welt : Den gutmütigen Trine Tvefot, die mutige Prinzessin von Sparta und den nachdenklichen Höder von Harpyrien. Mit ihrer Hilfe steht Sasja, nach einer gefahrvollen und abenteuerlichen Reise, tatsächlich dem Tod gegenüber. Aber er ist ganz anders , als Sasja ihn sich vorgestellt hat…

Frida Nilsson hat eine fantasievolle Geschichte über den Tod geschrieben. Es geht gruselig, lustig, surreal und absurd zugleich zu. Ihr gelingt es gekonnt, Realismus, Fantastik, Abenteuer und Jenseitsreise zu verbinden. Ebenso wie in dem Vorgängerbuch „Siri und die Eismeerpiraten“ erweist sich ein Kind als konsequenter, mutiger und beharrlicher als die  Erwachsenen.

Diese großartige Parabel über Leben und Tod ist für Kinder ab 10 Jahren empfohlen – aber auch für jeden erwachsenen Leser ein Gewinn.

Christine Polak

Dirk Reinhardt: Über die Berge und über das Meer, Gerstenberg, 14.95€

Jedes Jahr im Frühling wartet Soraya auf ihren Freund Tarek, der mit seinem Nomadenstamm an ihrem afghanischen Bergdorf vorbeizieht. Doch in diesem Jahr ist alles anders.

Als siebte Tochter ist sie einem alten Brauch zufolge als Junge aufgewachsen, konnte sich frei bewegen und zur Schule gehen. Inzwischen hat sie das Alter erreicht, wo sie wieder als Mädchen leben sollte, in der Stille des Hauses. Die Taliban drängen unmissverständlich darauf und haben auch Tereks Familie bedroht.

Beide sehen keinen anderen Ausweg und machen sich unabhängig voneinander auf den Weg in die Fremde. Sie fliehen über die Berge und das Meer, getragen von der Hoffnung, sich eines Tages wiederzusehen.

Nach seinem erfolgreichen Jugendroman „Train Kids“, wo er sehr spannend und aufwühlend über die gefährliche Reise auf Güterzügen quer durch Mexiko erzählt, ist Dirk Reinhardt erneut ein atmosphärischer Roman von Abschied und Aufbruch gelungen, der noch lange nachklingt.

Stefanie Friedrich

Axel Rühle: Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst, illustriert von A. Scheffler, dtv, 12.95€

Als Paul nach den Sommerferien nach Hause kommt, traut er seinen Augen nicht: Im Türschloss der Altbauwohnung wohnt ein echtes Schlossgespenst! Um Geheimhaltung bemüht, was wegen der

Flausen im Kindskopf des Gespensterfreundes schwierig ist, schmieden beide einen Plan: Zippel braucht ein neues Zuhause, da das alte Türschloss bald ausgetauscht werden soll.

Mit allerlei Sprachwitz und Spannung ist Axel Rühle ein wunderbar humorvolles, lebendiges Kinderbuch gelungen, welches mit den Bildern von Axel Scheffler zum großartigen Vorlesevergnügen auch für die „Awachsanen“ wird.

Ein lustiger gruselfreier Lesespaß für alle ab 6!

Stefanie Friedrich

Karen M. McManus: One of us is lying, cbt, 18€

Das Buch „One of us is lying“ von Karen M. McManus erzählt die Geschichte von vier Jugendlichen, die unter Mordverdacht an einem anderen Mitschüler stehen.

Eines Tages werden Bronwyn, Addy, Nate, Cooper und Simon zum Nachsitzen gerufen. Alle aus dem gleichen Grund: in ihren Schultaschen wurden verbotenerweise Handys gefunden. Die Schüler beteuern zwar, es wären nicht ihre gewesen, fügen sich aber ihrer Strafe. Kurze Zeit später, nachdem Simon etwas getrunken hat, erleidet er einen Allergieschock. Die vier anderen Jugendlichen bemühen sich schnell Hilfe zu holen. Doch die lebensrettenden Epi-Pens (Allergiegegenmittel) sind unauffindbar. Simon verstirbt noch am gleichen Tag im Krankenhaus.

Nun ermittelt die Polizei wegen Mordes gegen die vier Jugendlichen, von denen einer Erdnussöl in das Getränk seines Mitschülers gemischt haben soll.

Simon hatte eine App entwickelt, auf der Schüler bloßgestellt und zum Gespött der Schule gemacht wurden. Da die vier Hauptfiguren die Nächsten gewesen wären, von denen ein Geheimnis gepostet werden sollte, hätte jeder ein Mordmotiv gehabt. Die „Bayview-four“, wie sie nun von der Presse genannt werden, fangen an selbst zu ermitteln, um ihre Unschuld zu beweisen. Dabei freunden sich die ungleichen Jugendlichen immer mehr an.

Die Geschichte wird aus den verschiedenen Perspektiven der „Bayview-four“ erzählt und bleibt dadurch die ganze Zeit spannend. Bis zum Ende fragt man sich, wer der Mörder ist und ob die Annschuldigungen gegen eine der Hauptfiguren stimmen könnten.

Ich würde das Buch jedem Jugendlichen empfehlen, denn das Buch ist nicht nur ein Krimi, sondern beschreibt sehr gut die typischen und auch untypischen Probleme von Teenagern.

Die Charakterentwicklung der Hauptfiguren ist extrem spannend, was das Buch noch lesenswerter macht. Viel Freude beim Lesen eines spannenden, witzigen und dramatischen Krimis!

Amelie Köhler

Frida Nilsson, Siri und die Eismeerpiraten, Gerstenberg Verlag, 14.95 €

Der Piratenkapitän Weißhaupt ist der gefährlichste Mann des ganzen Eismeers: Alle schlottern vor Angst, schon bei der Erwähnung seines Namens, aber kaum einer ist ihm schon begegnet.

Von Weißhaupt weiß man, daß er von der Beute seiner Raubzüge alles seinen Mitpiraten überläßt. Nur kleine Kinder, die beansprucht er für sich und zwar für harte Arbeit in einem ihm gehörenden geheimnisvollen Bergwerk.

Siri ist die Heldin des Romans von Frida Nilsson. Sie wohnt mit ihrem Vater und ihrer Schwester Miki auf der Eismeerinsel Blauwieck. Eines Morgens fahren Siri und Miki zum Beerensammeln auf die Nachbarinsel Eisenapfel und es ist nur ein Moment der Unachtsamkeit und Siris Schwester ist verschwunden. Am Horizont sieht man Kapitän Weißhaupts Schiff, die Schneerabe.

Als Siri verzweifelt in ihr Dorf zurückkehrt, findet sich niemand, der Manns genug ist, um es mit den Piraten aufzunehmen und Miki zu befreien. Nur Siri hat genug Mumm in den Knochen und sie macht sich alleine auf, ihre Schwester zu finden. Glücklicherweise bleibt sie nicht lange allein, denn sie trifft Fredrik, der auch eine Rechnung mit Weißhaupt offen hat. Nach glaublichen und unglaublichen Abenteuern gelingt es Siri und Fredrik, in das Piratenlager einzudringen, Weißhaupt zu besiegen und neben Miki auch all die anderen geraubten Kinder zu befreien.

Der schwedischen Autorin Frida Nisson ist ein spannender Abenteuerroman um ein kleines Mädchen gelungen, das es mit dem Meer, den Stürmen und starken Männern aufnimmt.

Empfohlen ab 10 Jahren.

Christian Bahnsen

Kirsten Boie: Ein Sommer in Sommerby, Oetinger, 14€

Die Geschwister Marthe, Mats und Mikkel müssen unerwartet ihre Ferien ohne ihre Eltern bei ihrer Oma an der Ostsee verbringen. Es ist ein Notbehelf, denn wegen familiärer Zwistigkeiten kennen die drei ihre Großmutter kaum.

Überhaupt ist die alte Dame, so scheint es, etwas seltsam: Sie lebt etwas abgeschieden in einem alten Haus direkt am Meer und hat mit ihren Nachbarn keinen Kontakt. Für die Geschwister geradezu schrecklich ist der Umstand, daß kein sie Telefon hat und an High-Speed Internet oder wLan ist nicht einmal zu denken ist. Zudem ist sie knorrig und resolut und es braucht eine Weile bis die Enkel und die Oma sich aneinander gewöhnen. Als dann aber ein fieser Immobilienhai ein Auge auf das traumhaft am Meer gelegene Grundstück wirft, und versucht mit unlauteren Mitteln die Oma zum Verkauf zu bewegen, sind die Kinder ganz vorn dabei, diesen Typen in die Flucht zu schlagen. Klar, daß nun alle endgültig zueinander finden.

Kirsten Boie hat ein wunderbares Buch für Kinder ab 10 Jahren geschrieben – nicht nur für die Sommerferien an der Ostsee.

Christian Bahnsen

Die Mississippi-Bande“ von Davide Morosinotto, Thienemann Verlag, 2017, 14.99€

Der wilde Te Trois, der schlaue Eddie, die schöne Julie und der kleine Tit wachsen um 1900 im ländlichen Louisiana mitten im Mississippi-Delta auf. Als sie beim Angeln eine verbeulte Blechdose mit drei Dollar (ein Vermögen zu dieser Zeit!) finden, beschließen sie, etwas aus dem verlockenden Versandhauskatalog zu bestellen.

Als das ersehnte Päckchen eintrifft, ist die Überraschung groß: Darin liegt eine kaputte Taschenuhr, welche sich jedoch schon bald als überaus wertvoll herausstellt.

Mit einem zwielichtigen Vertreter auf den Fersen beginnt eine turbulente und gefahrvolle Reise per Schaufelraddampfer und als blinde Passagiere im Güterzug durch die halbe USA bis nach Chicago, wo ein großzügiger Finderlohn lockt…

Dieser spannende Kinderkrimi mit seinen originellen Illustrationen ist zugleich auch eine stimmungsvolle Abenteuergeschichte in bester Tom-Saywer-Tradition für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren.

Dringend empfohlen von Stefanie Friedrich.