Kinder

Sie finden bei uns Bücher aller Art für Kinder jeden Alters. Obendrein erwartet Sie eine bunte Auswahl an kleinen Geschenkideen von A wie Ausmalbuch bis Z wie Zappelblume.

 

Wir freuen uns – endlich ist er erschienen – Band 5 der Rico und Oskar-Reihe von Andreas Steinhöfel: „Rico und Oskar – Rico, Oskar und das Mistverständnis“ (Carlsen Verlag, 16€)

Rico und Oskar - Rico, Oskar und das Mistverständnis

Rico und Oskar haben sich verkracht! Und das ausgerechnet jetzt, wo die Existenz ihres Spielplatzes auf dem Spiel steht. Oskar wittert einen Kriminalfall, aber den muss er nun ganz allein aufklären. Denn Rico redet (erstens) kein Wort mehr mit ihm, ist (zweitens) zum allerersten Mal verliebt und muss (drittens) auch noch nach Hessen, aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte. Ihre Freunde versuchen verzweifelt, die beiden miteinander zu versöhnen – ohne Erfolg. Doch nur, wenn die beiden zusammenarbeiten, können sie den Fall lösen und den Spielplatz noch retten …

 

Die besten 7 Bücher für junge Leser – Die Deutschlandfunk-Bestsellerliste

Einmal im Monat veröffentlicht der Deutschlandfunk eine Liste der sieben besten Bücher für junge Leser, ausgewählt von einer hochrangig besetzten Jury.

 

Die sieben Bücher des Monats September sind

1. Sandra Niebuhr-Siebert und Lars Baus (Illustration): „Mina entdeckt eine neue Welt“, Carlsen Verlag, 48 Seiten, 14 Euro, ab 3 jahren

Sandra Niebuhr-Siebert: (Carlsen Verlag)

(Carlsen Verlag)

Der erste Tag im Kindergarten – was für ein Abenteuer. Am Anfang ist fast alles fremd, sogar die Sprache der Kindergärtnerin. Aber jeden Tag lernt Mina etwas, auch neue Wörter, und jede Nacht träumt sie von den aufregenden Begegnungen mit den anderen Kindern. Sensibel illustriert.

 

2. Julia Dürr: „Wo kommt unser Essen her?“ Beltz & Gelberg Verlag, 32 Seiten, 14.95€, ab 6 Jahren

Julia Dürr: (Beltz & Gelberg Verlag) (Beltz & Gelberg Verlag)

Milch vom Bauernhof oder aus der Fabrik, Eier aus dem Hühnerstall oder aus der Legebatterie, Brot vom Bäcker oder aus der großen Backstube. Wie unterschiedlich man Lebensmittel herstellen kann und was jeweils anders ist und beachtet werden muss, davon erzählt das großformatige Bilderbuch in vielen anschaulichen Details.

 

3. Heinz Janisch und Michael Roher (Illustration): „Jaguar, Zebra, Nerz. Ein Jahresbuch“ , Tyrolia Verlag, 32 Seiten, 16.95€, ab 5 Jahren

Heinz Janisch: (Tyrolia Verlag)

(Tyrolia Verlag)

Angeregt durch das Gedicht „Wie sich das Galgenkind die Monatsnamen merkt“ von Christian Morgenstern, in dem Monatsnamen durch ähnlich klingende Tiernamen ersetzt werden, liest man in dem Jahrbuch stimmungsvolle Kurztexte zu den Monaten. Auf jeder Doppelseite erkennt Situationen und Erlebnisse, Begegnungen und besondere Momente. Farbkräftig und mit entschlossenem Strich sind die Monate in faszinierenden Bildern zu Papier gebracht. Ein Spaziergang durch das Jahr.

 

4. Ulf Stark und Kitty Crowther (Illustration): „Die Ausreißer“, aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer, Verlag Urachhaus, 128 Seiten, 16€, ab 8 Jahren

Ulf Stark: (Urachhaus Verlag) (Urachhaus Verlag)

Großvater ist eine richtige Nervensäge, fordernd, übellaunig, laut: der Albtraum aller Krankenschwestern! Während der Sohn beschämt die Besuche im Krankenhaus vermeidet, weiß der Enkel, dass der Opa auch noch eine andere Seite hat. Er schlägt dem Opa einen Ausflug in sein Haus vor und überlegt einen ausgetüftelten Plan, angereichert mit allerlei Notlügen und im Gepäck Bier und Frikadellen. Der Opa entwickelt ungeahnte Kräfte und genießt es, sich an die schöne Zeit mit der Oma zu erinnern. Und er beschließt, sich zu ändern. Er will das Fluchen dran geben, um der Oma im Himmel freundlich zu begegnen. Eine großartige Idee, findet der Enkel. Mit ungewöhnlichen, kräftigen Buntstiftzeichnungen.

 

 

5. Kate DiCamillo: „Louisianas Weg nach Hause“, aus dem amerikanischen Englisch von Sabine Ludwig, dtv Verlag, 208 Seiten, 12.95€, ab 10 Jahren

Kate DiCamillo: (dtv junior) (dtv junior)

„Ich wurde mit einem Fluch belegt. Dem Fluch des Verlassenwerdens. Das hat Granny gesagt.“  Eine Großmutter, die einen mitten in der Nacht weckt, losfährt, ohne Geld, nicht sagt, wohin die Reise geht, das ist ein Fluch. Louisiana hat nur einen Wunsch: Sie will zurück nach Hause. Zu ihren Freundinnen. Aber wie? Ein wilder Roadtrip. Eine Geschichte über Wahrheit und Lüge und das große Verzeihen.

6. Jessica Bab Bonde und Peter Bergting (Illustration): „Bald sind wir wieder zu Hause“, aus dem Schwedischen von Monja Reichert, Cross x Cult, 96 Seiten, 20€, ab 12 Jahren

Jessica Bab Bonde: (Cross Cult ) (Cross Cult )

Die Geschichte von sechs Kindern, die während des Nationalsozialismus den Holocaust überlebten. Die Überlebenden schildern in Interviews ihre Erlebnisse. Die Zeitzeugen erinnern sich: an die Trennung von ihren Familien, aller persönlichen Dinge beraubt, von Hunger geplagt, täglich konfrontiert mit dem Tod und den brutalen menschenunwürdigen Methoden der Nazis. Bilder, die bleiben. Die Comic-Episoden intensivieren die Erzählungen. In Zeiten von Rechtsextremismus und Antisemitismus mögen diese sechs Geschichten eine Warnung gegen das Vergessen sein. Berührend und erschreckend und immer noch unfassbar.

 

7. Johanna Lindbäck: „Landkarte für Verliebte & andere Verirrte“, aus dem Schwedischen von Susanne Dahmann, Verlag Urachhaus, 280 Seiten, 17€, ab 13 Jahren

Johanna Lindbäck: (Urachhaus Verlag)

(Urachhaus Verlag)

Wenn es alles anders kommt, als man denkt. Julia sitzt im Sommerhaus auf der Insel während ihre Freundin Karin mit den anderen auf Mallorca ist. Aber ist Karin überhaupt noch ihre Freundin? Seitdem Julia mit Isak zusammen ist, herrscht Funkstille. Karin findet Isak toll, das wusste Julia. Auf der Insel taucht plötzlich ein anderer Junge auf, einer der zeichnet und liest und mit dem man ziemlich gut reden kann. Einer mit einem Silberblick. Ist Julia überhaupt richtig verliebt in Isak? Aus wechselnden Perspektiven erzählt. Eine Liebesgeschichte in einem schwedischen Sommer.

Quelle: Deutschlandfunk

 

„Cryptos“ von Ursula Poznanski, Loewe, 2020, 19.95€

Cryptos

Wohin geht man, wenn die Erde trostlos und nahezu unbewohnbar geworden ist?

Jana ist Weltendesignerin und schafft virtuelle Realitäten, in denen die Bewohner nach Belieben zwischen Urzeitwelten, Fantasyländern oder längst zerstörten Städten wechseln können.

Während der Avatar nach einem Todesfall einfach wieder aufersteht, droht den ahnungslosen Körpern in ihren Depots reale Gefahr durch Katastrophen auf einer Erde im Klimakollaps.

Eine Gruppe junger Programmierer rebelliert gegen die Machenschaften der „Masterminds“ und begibt sich auf einen Wettlauf um Leben und Tod.

Nach „Erebos“, „Layers“ und „Thalamus“ verwandelt Poznanski erneut den Zeitgeist in einen überaus spannenden Thriller für Leser ab 14.

Empfohlen von Stefanie Friedrich

 

Unsere Empfehlungen zum Thema „Body Positivity/Körperaktzeptanz“

Wenn schon 7-Jährige daran zweifeln, nicht „hübsch“ genug zu sein oder Heranwachsende mit den Veränderungen ihres Körpers hadern, dann ist es Zeit für Bücher, die vermitteln: „Jeder sieht anders aus und das ist total gut so!“

 

Überall Popos

In „Überall Popos“ (Klett Kinderbuch, 2020) erzählt Annika Leone für Kindergartenkinder (ab 4 ) von einem unverkrampften Umgang mit Nacktheit und hat keine Angst vor „peinlichen“ Fragen.

Alle haben einen Po

Sowohl in Anna Fiskes „Alle haben einen Po“ ( ab 4, Hanser, 2019) wie auch in „Wie siehst du denn aus?“ von Sonja Eismann ( ab 10, Beltz, 2020) erfahren Kinder herrlich schnörkellos von der Verschiedenartigkeit menschlicher Körper und deren Besonderheiten.

Nicht mehr wegzudenken aus der Kindersachbuchlandschaft zum Thema Aufklärung ist der großartige Block ( ja, mit ck!!) „Klär mich auf“ von Katharina von Gathen, welche mit „Klär mich weiter auf“ ( Klett Kinderbuch, 2018) den Erfolgstitel fortführt.
Dort werden neugierigen Grundschülern ab 8 brennende Fragen beantwortet. Die großartige Anke Kuhl hatte sichtlich Spaß beim Illustrieren.

Das jeder gut so ist, wie er ist, vermitteln auch unsere Lesetipps zum Thema „Transgender“:

Julian ist eine Meerjungfrau

Im Bilderbuch „Julian ist eine Meerjungfrau“ von Jessica Love (Knesebeck, 2020) verwandelt sich ein kleiner Junge in eine strahlende Schönheit.

Der Katze ist es ganz egal“, dass Leo einen neuen Namen hat und jetzt Jennifer heißt. Das finden viele, aber nicht alle völlig normal. Im Buch von Franz Orghandl (Klett Kinderbuch, 2020, ab 9) begleiten wir sie/ihn ein Stück auf dem Weg der Selbstfindung. Die originellen Bilder dazu kommen von Theresa Strozyk.

Nah dran am inneren Gefühlssturm ist auch Alex Gino mit „George“ (Fischer, 2019, ab 10). Dieses Buch erzählt einfühlsam und unprätentiös vom Anderssein, von Träumen und Wünschen und macht Mut, den eigenen Weg zu gehen. Ein Kinderroman zum Thema Transgender, der auch ältere Leser fesseln wird und der die Botschaft vermittelt: Sei, wer du bist!

Queer Heroes (dt.)

Das man mit diesem Thema nicht allein ist, zeigt auch der Band „Queer Heroes“ von Arabelle Sicardi (Prestel, 2020, 20€), in dem 53 Vorreiter quer durch alle Epochen aus  der Kunst und des Lebens vorgestellt werden. Ganz im Stil der „Rebell Girls“ und der „Boys who dare to be different“…

 

Lesetipps für 10-11 jährige

Katherine Applegate: Endling, dtv, 15.95€

Endling - Die Suche beginnt

Dalkin Byx ist vermutlich die letzte ihrer Art und mit der mutigen Khara, dem Fellknäuel Tobble und einem Riesenkater auf der Suche nach anderen Angehörigen.
Auf ihrer abenteuerlichen und gefahrvollen Reise durch das Land Nedarra kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das nicht nur sie, sondern alle Arten bedroht.

Spannende und episch erzählte „Gefährten-Queste“

 

„Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ von Enne Koens, Gerstenberg 2019, 15€

Ich bin Vincent und ich habe keine Angst

Als die Klassenfahrt näher rückt, bestückt der schüchterne und gemobbte Vincent sein Survival-Kit. Er kennt sich aus mit dem Überleben in der Wildnis und als die Situation eskaliert und er in den Wald flüchtet, findet ihn dort „die Jacke“.

Eine Geschichte über´s „Normal-Sein“, die Mut macht und auf spannende und gleichzeitig berührende Weise zeigt, welch eine Kraft die Freundschaft hat.

 

Tara und Tahnee – Verloren im Tal des Goldes von Patrick Hertweck, Thienemann, 15€, ab 10 Jahren

Tara und Tahnee

Sierra Nevada, 1856: Tahnee lebt mit ihrem Vater einsam und abgeschieden in einer Blockhütte im kalifornischen Hinterland. Als dieser eines Abends nicht von der Jagd heimkehrt, steht ein Fremder in der Tür und Tahnee stürzt sich kopfüber in ein Abenteuer. Mit ihren 11 Jahren ist sie auf der Flucht vor Kopfgeldjägern und muss innerhalb weniger Tage San Francisco erreichen, um ihren Vater zu retten.

Dort lebt Tara seit dem Tod der Mutter bei ihrem Großvater, überbehütet und nicht ahnend, dass ihrer beider Leben auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind.

Es ist lange her, dass ich solch einen spannenden Abenteuerroman in einer von der Kinderliteratur bisher weniger beachteteten Zeit und Gegend gelesen habe. Ich wünsche Tahnee viele Leser, die sie wie ich atemlos durch Eis und Schnee, sengende Hitze und reißende Flüsse begleiten!

Stefanie Friedrich

 

Frida Nilsson: Sasja und das Reich jenseits des Meeres, Gerstenberg Verlag, 20 Euro

Sasja wohnt mit seinen Eltern am Meer. Es könnte alles so schön sein, wenn nicht seine Mutter schwer krank wäre. Eines Nachts ist sie verschwunden – der Tod muß sie entführt haben, dessen ist sich Sasja sicher. Er entwendet das Ruderboot des Nachbarn und folgt dem Tod bis in sein Reich jenseits des Meeres. Sein Plan, den Tod zu überlisten und seine Mamazurückzuholen, ist kühn.

Doch er findet Freunde in dieser fremden, doch auch seltsam vertrauten Welt : Den gutmütigen Trine Tvefot, die mutige Prinzessin von Sparta und den nachdenklichen Höder von Harpyrien. Mit ihrer Hilfe steht Sasja, nach einer gefahrvollen und abenteuerlichen Reise, tatsächlich dem Tod gegenüber. Aber er ist ganz anders , als Sasja ihn sich vorgestellt hat…

Frida Nilsson hat eine fantasievolle Geschichte über den Tod geschrieben. Es geht gruselig, lustig, surreal und absurd zugleich zu. Ihr gelingt es gekonnt, Realismus, Fantastik, Abenteuer und Jenseitsreise zu verbinden. Ebenso wie in dem Vorgängerbuch „Siri und die Eismeerpiraten“ erweist sich ein Kind als konsequenter, mutiger und beharrlicher als die  Erwachsenen.

Diese großartige Parabel über Leben und Tod ist für Kinder ab 10 Jahren empfohlen – aber auch für jeden erwachsenen Leser ein Gewinn.

Christine Polak

Dirk Reinhardt: Über die Berge und über das Meer, Gerstenberg, 14.95€

Jedes Jahr im Frühling wartet Soraya auf ihren Freund Tarek, der mit seinem Nomadenstamm an ihrem afghanischen Bergdorf vorbeizieht. Doch in diesem Jahr ist alles anders.

Als siebte Tochter ist sie einem alten Brauch zufolge als Junge aufgewachsen, konnte sich frei bewegen und zur Schule gehen. Inzwischen hat sie das Alter erreicht, wo sie wieder als Mädchen leben sollte, in der Stille des Hauses. Die Taliban drängen unmissverständlich darauf und haben auch Tereks Familie bedroht.

Beide sehen keinen anderen Ausweg und machen sich unabhängig voneinander auf den Weg in die Fremde. Sie fliehen über die Berge und das Meer, getragen von der Hoffnung, sich eines Tages wiederzusehen.

Nach seinem erfolgreichen Jugendroman „Train Kids“, wo er sehr spannend und aufwühlend über die gefährliche Reise auf Güterzügen quer durch Mexiko erzählt, ist Dirk Reinhardt erneut ein atmosphärischer Roman von Abschied und Aufbruch gelungen, der noch lange nachklingt.

Stefanie Friedrich

Axel Rühle: Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst, illustriert von A. Scheffler, dtv, 12.95€

Als Paul nach den Sommerferien nach Hause kommt, traut er seinen Augen nicht: Im Türschloss der Altbauwohnung wohnt ein echtes Schlossgespenst! Um Geheimhaltung bemüht, was wegen der

Flausen im Kindskopf des Gespensterfreundes schwierig ist, schmieden beide einen Plan: Zippel braucht ein neues Zuhause, da das alte Türschloss bald ausgetauscht werden soll.

Mit allerlei Sprachwitz und Spannung ist Axel Rühle ein wunderbar humorvolles, lebendiges Kinderbuch gelungen, welches mit den Bildern von Axel Scheffler zum großartigen Vorlesevergnügen auch für die „Awachsanen“ wird.

Ein lustiger gruselfreier Lesespaß für alle ab 6!

Stefanie Friedrich

Karen M. McManus: One of us is lying, cbt, 18€

Das Buch „One of us is lying“ von Karen M. McManus erzählt die Geschichte von vier Jugendlichen, die unter Mordverdacht an einem anderen Mitschüler stehen.

Eines Tages werden Bronwyn, Addy, Nate, Cooper und Simon zum Nachsitzen gerufen. Alle aus dem gleichen Grund: in ihren Schultaschen wurden verbotenerweise Handys gefunden. Die Schüler beteuern zwar, es wären nicht ihre gewesen, fügen sich aber ihrer Strafe. Kurze Zeit später, nachdem Simon etwas getrunken hat, erleidet er einen Allergieschock. Die vier anderen Jugendlichen bemühen sich schnell Hilfe zu holen. Doch die lebensrettenden Epi-Pens (Allergiegegenmittel) sind unauffindbar. Simon verstirbt noch am gleichen Tag im Krankenhaus.

Nun ermittelt die Polizei wegen Mordes gegen die vier Jugendlichen, von denen einer Erdnussöl in das Getränk seines Mitschülers gemischt haben soll.

Simon hatte eine App entwickelt, auf der Schüler bloßgestellt und zum Gespött der Schule gemacht wurden. Da die vier Hauptfiguren die Nächsten gewesen wären, von denen ein Geheimnis gepostet werden sollte, hätte jeder ein Mordmotiv gehabt. Die „Bayview-four“, wie sie nun von der Presse genannt werden, fangen an selbst zu ermitteln, um ihre Unschuld zu beweisen. Dabei freunden sich die ungleichen Jugendlichen immer mehr an.

Die Geschichte wird aus den verschiedenen Perspektiven der „Bayview-four“ erzählt und bleibt dadurch die ganze Zeit spannend. Bis zum Ende fragt man sich, wer der Mörder ist und ob die Annschuldigungen gegen eine der Hauptfiguren stimmen könnten.

Ich würde das Buch jedem Jugendlichen empfehlen, denn das Buch ist nicht nur ein Krimi, sondern beschreibt sehr gut die typischen und auch untypischen Probleme von Teenagern.

Die Charakterentwicklung der Hauptfiguren ist extrem spannend, was das Buch noch lesenswerter macht. Viel Freude beim Lesen eines spannenden, witzigen und dramatischen Krimis!

Amelie Köhler

Frida Nilsson, Siri und die Eismeerpiraten, Gerstenberg Verlag, 14.95 €

Der Piratenkapitän Weißhaupt ist der gefährlichste Mann des ganzen Eismeers: Alle schlottern vor Angst, schon bei der Erwähnung seines Namens, aber kaum einer ist ihm schon begegnet.

Von Weißhaupt weiß man, daß er von der Beute seiner Raubzüge alles seinen Mitpiraten überläßt. Nur kleine Kinder, die beansprucht er für sich und zwar für harte Arbeit in einem ihm gehörenden geheimnisvollen Bergwerk.

Siri ist die Heldin des Romans von Frida Nilsson. Sie wohnt mit ihrem Vater und ihrer Schwester Miki auf der Eismeerinsel Blauwieck. Eines Morgens fahren Siri und Miki zum Beerensammeln auf die Nachbarinsel Eisenapfel und es ist nur ein Moment der Unachtsamkeit und Siris Schwester ist verschwunden. Am Horizont sieht man Kapitän Weißhaupts Schiff, die Schneerabe.

Als Siri verzweifelt in ihr Dorf zurückkehrt, findet sich niemand, der Manns genug ist, um es mit den Piraten aufzunehmen und Miki zu befreien. Nur Siri hat genug Mumm in den Knochen und sie macht sich alleine auf, ihre Schwester zu finden. Glücklicherweise bleibt sie nicht lange allein, denn sie trifft Fredrik, der auch eine Rechnung mit Weißhaupt offen hat. Nach glaublichen und unglaublichen Abenteuern gelingt es Siri und Fredrik, in das Piratenlager einzudringen, Weißhaupt zu besiegen und neben Miki auch all die anderen geraubten Kinder zu befreien.

Der schwedischen Autorin Frida Nisson ist ein spannender Abenteuerroman um ein kleines Mädchen gelungen, das es mit dem Meer, den Stürmen und starken Männern aufnimmt.

Empfohlen ab 10 Jahren.

Christian Bahnsen

Kirsten Boie: Ein Sommer in Sommerby, Oetinger, 14€

Die Geschwister Marthe, Mats und Mikkel müssen unerwartet ihre Ferien ohne ihre Eltern bei ihrer Oma an der Ostsee verbringen. Es ist ein Notbehelf, denn wegen familiärer Zwistigkeiten kennen die drei ihre Großmutter kaum.

Überhaupt ist die alte Dame, so scheint es, etwas seltsam: Sie lebt etwas abgeschieden in einem alten Haus direkt am Meer und hat mit ihren Nachbarn keinen Kontakt. Für die Geschwister geradezu schrecklich ist der Umstand, daß kein sie Telefon hat und an High-Speed Internet oder wLan ist nicht einmal zu denken ist. Zudem ist sie knorrig und resolut und es braucht eine Weile bis die Enkel und die Oma sich aneinander gewöhnen. Als dann aber ein fieser Immobilienhai ein Auge auf das traumhaft am Meer gelegene Grundstück wirft, und versucht mit unlauteren Mitteln die Oma zum Verkauf zu bewegen, sind die Kinder ganz vorn dabei, diesen Typen in die Flucht zu schlagen. Klar, daß nun alle endgültig zueinander finden.

Kirsten Boie hat ein wunderbares Buch für Kinder ab 10 Jahren geschrieben – nicht nur für die Sommerferien an der Ostsee.

Christian Bahnsen

Die Mississippi-Bande“ von Davide Morosinotto, Thienemann Verlag, 2017, 14.99€

Der wilde Te Trois, der schlaue Eddie, die schöne Julie und der kleine Tit wachsen um 1900 im ländlichen Louisiana mitten im Mississippi-Delta auf. Als sie beim Angeln eine verbeulte Blechdose mit drei Dollar (ein Vermögen zu dieser Zeit!) finden, beschließen sie, etwas aus dem verlockenden Versandhauskatalog zu bestellen.

Als das ersehnte Päckchen eintrifft, ist die Überraschung groß: Darin liegt eine kaputte Taschenuhr, welche sich jedoch schon bald als überaus wertvoll herausstellt.

Mit einem zwielichtigen Vertreter auf den Fersen beginnt eine turbulente und gefahrvolle Reise per Schaufelraddampfer und als blinde Passagiere im Güterzug durch die halbe USA bis nach Chicago, wo ein großzügiger Finderlohn lockt…

Dieser spannende Kinderkrimi mit seinen originellen Illustrationen ist zugleich auch eine stimmungsvolle Abenteuergeschichte in bester Tom-Saywer-Tradition für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren.

Dringend empfohlen von Stefanie Friedrich.